samstag:
vorerst zu zweit
da eli noch krank war, gings morgens halt nur mit mosi richtung bündnerland.
noch vor dem mittag wohnungsbezug und einkauf. bei tollem sommerwetter
schwangen wir uns gleich aufs rad und forderten unsere körper gleich
mal in der höhe mit der julier-albula-tour. der verzicht auf die
'höhenanpassung' fiel uns nicht schwer, schliesslich motivieren
einem die herrliche passstrassen um längen mehr.
rad: 4°59' / 128.2km (julier - albula)
sonntag: die rettende
wurst am stilfserjoch
da dieser tag wettermässig vorläufig der letzte sommertag
sein sollte, plante ich gleich eine epic-tour. zuerst gings mal mit
mosi in richtung ofenpass,- ihm war dann aber meine geplante weiterfahrt
doch etwas zu krass und so trennten sich schon nach 2h fahrzeit unsere
wege. ich fuhr dann das münstertal runter nach italien und nahm
dann das spektakuläre stilfserjoch (immerhin 2760müm) in angriff.
ganze 48 spitzkehren (fieserweise rücklaufend nummeriert in den
kurven..) und keinen meter flache strasse führen die 2000 höhenmeter
(7.8% steil im schnitt) auf den pass hoch. das brauchte ziemlich substanz!
oben auf dem pass gabs dann eine rettendene wurst mit brötchen,
notabene frisch vom grill:-) die rückfahrt via umbrail, ofen und
oberengadin-tal (inkl. maloja-wind im gesicht:-() war dann doch noch
ziemlich lange. das war ein echter 8h-arbeitstag:-)
rad: 7°59' / 202.6km (ofen – stilfserjoch
– umbrail - ofen)
montag: schokolade
vs. fleisch
heute hatte mein velo mal ruhetag, dafür kamen die laufschuhe zweimal
zum einsatz. am morgen gings locker um den st.moritz-see, die doch etwas
kühleren temperaturen waren aber noch angenehm. über den mittag
inspizierten wir dann mal die einkaufsgassen im dörfchen st.moritz.
in einem kleinen café legten wir dann einen kurzen stopp ein.
zuerst dachten wir, die spezialität des hauses sei selbstgemachte
schokolade, doch beim genaueren hinsehen entdeckten wir fleischwaren,
welche als delikatessen (edel verpackt und optisch eine augenweide!)
zum verkauf standen. nach der tour de france sind wir dann zum 2.mal
in die laufschuhe geschlüpft. mittlerweile war es nasskalt geworden.
bei strömendem regen, blitz und donner gings um den champférsee,
der laufstil wurde stark geprägt durch die vielen (und vorallem
grossen..) pfützen auf den kleinen wegen...
laufen: morgen 30', abend 57'
dienstag: bernina
deluxe
der erste blick aus dem fenster verriet, dass heute wohl die winterklamotten
zum einsatz kommen sollten, denn es hatte über nacht bis auf 2000müm
runtergeschneit. so machten wir uns morgens in dicker montur auf zum
verschneiten bernina. die geplante livignio-tour änderten wir kurzfristig
und fuhren weiter ins sonnige posciavo. von dort gings dann wieder zurück,-
die bernina-abfahrt war dann mit dem heftigen gegenwind kein zuckerschlecken
mehr... . am abend lief ich dann eine tolle runde im stazerwald, dort
gibts so richtig 'zofingen-terrain', längere bergab und -auf passagen.
rad: 4°00' / 102.1km (3/4 flüela -
1/2 ofen)
laufen: 1°03'
mittwoch: schneegestöber
am flüela
erneut mit langen fingerhandschuhen und wintertrikot fuhren wir mal
los richtung flüela, mit dem ziel, über die albula zurück
ins engadin zu kommen. während die anfahrt richtung flüela
trocken und z.t. sogar sonnig war, wurde es dann bei jedem höhenmeter
den pass hoch kälter und vorallem ungemütlicher. auf ca. 2000
müm war dann schluss mit lustig,- es schneite. also schnell wieder
ins tal runter. ich verzichtete dann auf noch mehr kilometer und hatte
so noch etwas mehr ruhe vor dem abendlichen lauftraining, welcher um
den champférsee ging. eine herrliche strecke, das empfand anscheinend
nicht nur ich so. denn manchmal kreuzt man die ganz schnellen 'hasen',
an diesem tag waren dies röthlin und maria mutola.
rad: 4°08' / 114.4km (bernina - bernina)
laufen: 1°00'
donnerstag: die
ruhe (oder sprüche) vor dem sturm
der geplante longjogg hab ich schon nach 10 laufminuten schnell verworfen.
meine beine waren zu träge, welche wahrscheinlich noch von den
schnelleren laufminuten am vorabend etwas überstrapaziert waren.
ja nu, so drehte ich halt eine lockere runde um den st.moritz-see. da
ich am freitag einen langen 'arbeitstag' geplant hatte, war ich auch
nur ein paar flache kilometer zum maloja im sattel und sparte mir die
motivation sowohl die nötige körner für freitag auf.
am abend erhielten wir dann besuch von luki, sonja und valentina, da
war gleich wieder mal was los in unserer wohnung. luki nahm dann am
kurzen 4.3km-lauf teil und wurde guter 3ter.
laufen: 26'
rad: 1°18' / 38.7km
freitag: am anfang
waren’s drei...
das kam er nun,- der tag der wahrheit. eli und mosi wollten heute anscheinden
den joni herausfordern auf der maloja-splügen-albula-tour, die
donnerstag-abend-sprüche waren auch am freitag morgen nicht vergessen.
schon beim 1. kreisel machte ich 'ernst' und zeigte mal den beiden mein
hinterrad:-) bei der splügenabfahrt hat sich dann eli gleich selbst
aus dem 'rennen' buxiert und hat sich in einer engen serpentine auf
die nase gelegt! ihm ist aber nicht grosses passiert, musste aber ab
thusis vom zug aus den folgenden zweikampf betrachten. mosi hatte in
filisur noch einen flotten tritt drauf, bei bergün brachte ihn
dann der wasser- und pinkelstopp aus dem rythmus und musste dann in
preda die segel streichen. meine beine kurbelten mich aber noch ziemlich
flott die letzten bergkilometer hoch und konnte dann so den tagessieg
solo einfahren:-) mosi gilt es natürlich ein kompliment zu machen,
er biss auf die zähne und konnte mit seinem kämpferherz diese
passfahrt nach letztjährigem scheitern nun doch zu ende fahren!
eli, nächstes jahr vielleicht wieder, jeder kriegt eine zweite
chance:-) am abend gings dann wieder zu dritt zum pizza-essen...,- alle
habe dann ja irgendwie nach hause gefunden...
rad: 7°30' / 186.8km (maloja – splügen
- albula)
samstag: ab ins
flachland,- ihr ’luschen’:-)
schon am morgen verdrückten sich eli und mosi zurück ins flachland,
beide wollten ja nicht noch abhängig werden vom engadin-traumwetter:-)
ich hielt aber noch die stellung und machte ein velofährtchen nach
zuoz, wo ich dann den wohnungsschlüssel meiner nächsten unterkunft
abholen konnte. ich durfte in zuoz meine letzte engadin-nacht in der
wohnung von valentina bieler (kurzdistanz-triathletin, trainiert von
luki) verbringen. ein herzliches dankeschön an thomas und valentina!
nachdem ich noch einwenig relaxt hatte am st.moritzer-see gings dann
endgültig nach zuoz. nach tour de france gings dann auf eine laufrunde,
via la punt über den waldpfad zurück. eine tolle runde,- und
meine beine waren ausgesprochen gut drauf!
rad: 1°26’ / 37.4km
laufen: 58’
sonntag: im rausch
der geschwindigkeit
luki machte sich mit erneut mit sonja auf ins oberengadin. wir starteten
dann gemeinsam in richtung ofenpass und ’bezwangen’ diesen
zu dritt. anschliessend gings dann mit luki weiter durch den langen
tunnel ins livigno-tal, wo wir wie erwartet gleich auf ein pro’s
getroffen sind. alle natürlich ohne helm unterwegs,- die könnten
halt gut fahren, da brauchts keinen:-) nachdem wir anfangs einen von
unibet noch überholen konnten, ’konterte’ dieser beim
wasserstopp und machte nachher gleich richtig tempo die forcla di livigno
hoch. wir gaben uns zufrieden mit unserem tempo und rauschten dafür
die bernina mit höchstgeschwindigkeiten von bis zu 95km/h runter,
in flacheren stellen wurde meine max. übersetzung von 53/13 bei
65-70km/h so richtig schwindlig gekurbelt. nach dieser radrunde war
dann auch schluss mit engadin für mich und die heimreise in die
hitze im flachland stand stand auf dem programm...
rad: 4°28’ / 127.7km (ofen -
forcla di livigno - bernina)
total: 9 trainingstage
8 einheiten rad = 35°50' = 937.9km
6 einheiten laufen = 4°54'
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