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  home Trainingswoche St. Moritz Jun'07    
   
     
 

 

 

samstag: vorerst zu zweit
da eli noch krank war, gings morgens halt nur mit mosi richtung bündnerland. noch vor dem mittag wohnungsbezug und einkauf. bei tollem sommerwetter schwangen wir uns gleich aufs rad und forderten unsere körper gleich mal in der höhe mit der julier-albula-tour. der verzicht auf die 'höhenanpassung' fiel uns nicht schwer, schliesslich motivieren einem die herrliche passstrassen um längen mehr.

rad: 4°59' / 128.2km (julier - albula)

sonntag: die rettende wurst am stilfserjoch
da dieser tag wettermässig vorläufig der letzte sommertag sein sollte, plante ich gleich eine epic-tour. zuerst gings mal mit mosi in richtung ofenpass,- ihm war dann aber meine geplante weiterfahrt doch etwas zu krass und so trennten sich schon nach 2h fahrzeit unsere wege. ich fuhr dann das münstertal runter nach italien und nahm dann das spektakuläre stilfserjoch (immerhin 2760müm) in angriff. ganze 48 spitzkehren (fieserweise rücklaufend nummeriert in den kurven..) und keinen meter flache strasse führen die 2000 höhenmeter (7.8% steil im schnitt) auf den pass hoch. das brauchte ziemlich substanz! oben auf dem pass gabs dann eine rettendene wurst mit brötchen, notabene frisch vom grill:-) die rückfahrt via umbrail, ofen und oberengadin-tal (inkl. maloja-wind im gesicht:-() war dann doch noch ziemlich lange. das war ein echter 8h-arbeitstag:-)

rad: 7°59' / 202.6km (ofen – stilfserjoch – umbrail - ofen)

montag: schokolade vs. fleisch
heute hatte mein velo mal ruhetag, dafür kamen die laufschuhe zweimal zum einsatz. am morgen gings locker um den st.moritz-see, die doch etwas kühleren temperaturen waren aber noch angenehm. über den mittag inspizierten wir dann mal die einkaufsgassen im dörfchen st.moritz. in einem kleinen café legten wir dann einen kurzen stopp ein. zuerst dachten wir, die spezialität des hauses sei selbstgemachte schokolade, doch beim genaueren hinsehen entdeckten wir fleischwaren, welche als delikatessen (edel verpackt und optisch eine augenweide!) zum verkauf standen. nach der tour de france sind wir dann zum 2.mal in die laufschuhe geschlüpft. mittlerweile war es nasskalt geworden. bei strömendem regen, blitz und donner gings um den champférsee, der laufstil wurde stark geprägt durch die vielen (und vorallem grossen..) pfützen auf den kleinen wegen...

laufen: morgen 30', abend 57'

dienstag: bernina deluxe
der erste blick aus dem fenster verriet, dass heute wohl die winterklamotten zum einsatz kommen sollten, denn es hatte über nacht bis auf 2000müm runtergeschneit. so machten wir uns morgens in dicker montur auf zum verschneiten bernina. die geplante livignio-tour änderten wir kurzfristig und fuhren weiter ins sonnige posciavo. von dort gings dann wieder zurück,- die bernina-abfahrt war dann mit dem heftigen gegenwind kein zuckerschlecken mehr... . am abend lief ich dann eine tolle runde im stazerwald, dort gibts so richtig 'zofingen-terrain', längere bergab und -auf passagen.

rad: 4°00' / 102.1km (3/4 flüela - 1/2 ofen)
laufen: 1°03'

mittwoch: schneegestöber am flüela
erneut mit langen fingerhandschuhen und wintertrikot fuhren wir mal los richtung flüela, mit dem ziel, über die albula zurück ins engadin zu kommen. während die anfahrt richtung flüela trocken und z.t. sogar sonnig war, wurde es dann bei jedem höhenmeter den pass hoch kälter und vorallem ungemütlicher. auf ca. 2000 müm war dann schluss mit lustig,- es schneite. also schnell wieder ins tal runter. ich verzichtete dann auf noch mehr kilometer und hatte so noch etwas mehr ruhe vor dem abendlichen lauftraining, welcher um den champférsee ging. eine herrliche strecke, das empfand anscheinend nicht nur ich so. denn manchmal kreuzt man die ganz schnellen 'hasen', an diesem tag waren dies röthlin und maria mutola.

rad: 4°08' / 114.4km (bernina - bernina)
laufen: 1°00'

donnerstag: die ruhe (oder sprüche) vor dem sturm
der geplante longjogg hab ich schon nach 10 laufminuten schnell verworfen. meine beine waren zu träge, welche wahrscheinlich noch von den schnelleren laufminuten am vorabend etwas überstrapaziert waren. ja nu, so drehte ich halt eine lockere runde um den st.moritz-see. da ich am freitag einen langen 'arbeitstag' geplant hatte, war ich auch nur ein paar flache kilometer zum maloja im sattel und sparte mir die motivation sowohl die nötige körner für freitag auf. am abend erhielten wir dann besuch von luki, sonja und valentina, da war gleich wieder mal was los in unserer wohnung. luki nahm dann am kurzen 4.3km-lauf teil und wurde guter 3ter.

laufen: 26'
rad: 1°18' / 38.7km

freitag: am anfang waren’s drei...
das kam er nun,- der tag der wahrheit. eli und mosi wollten heute anscheinden den joni herausfordern auf der maloja-splügen-albula-tour, die donnerstag-abend-sprüche waren auch am freitag morgen nicht vergessen. schon beim 1. kreisel machte ich 'ernst' und zeigte mal den beiden mein hinterrad:-) bei der splügenabfahrt hat sich dann eli gleich selbst aus dem 'rennen' buxiert und hat sich in einer engen serpentine auf die nase gelegt! ihm ist aber nicht grosses passiert, musste aber ab thusis vom zug aus den folgenden zweikampf betrachten. mosi hatte in filisur noch einen flotten tritt drauf, bei bergün brachte ihn dann der wasser- und pinkelstopp aus dem rythmus und musste dann in preda die segel streichen. meine beine kurbelten mich aber noch ziemlich flott die letzten bergkilometer hoch und konnte dann so den tagessieg solo einfahren:-) mosi gilt es natürlich ein kompliment zu machen, er biss auf die zähne und konnte mit seinem kämpferherz diese passfahrt nach letztjährigem scheitern nun doch zu ende fahren! eli, nächstes jahr vielleicht wieder, jeder kriegt eine zweite chance:-) am abend gings dann wieder zu dritt zum pizza-essen...,- alle habe dann ja irgendwie nach hause gefunden...

rad: 7°30' / 186.8km (maloja – splügen - albula)

samstag: ab ins flachland,- ihr ’luschen’:-)
schon am morgen verdrückten sich eli und mosi zurück ins flachland, beide wollten ja nicht noch abhängig werden vom engadin-traumwetter:-) ich hielt aber noch die stellung und machte ein velofährtchen nach zuoz, wo ich dann den wohnungsschlüssel meiner nächsten unterkunft abholen konnte. ich durfte in zuoz meine letzte engadin-nacht in der wohnung von valentina bieler (kurzdistanz-triathletin, trainiert von luki) verbringen. ein herzliches dankeschön an thomas und valentina! nachdem ich noch einwenig relaxt hatte am st.moritzer-see gings dann endgültig nach zuoz. nach tour de france gings dann auf eine laufrunde, via la punt über den waldpfad zurück. eine tolle runde,- und meine beine waren ausgesprochen gut drauf!

rad: 1°26’ / 37.4km
laufen: 58’

sonntag: im rausch der geschwindigkeit
luki machte sich mit erneut mit sonja auf ins oberengadin. wir starteten dann gemeinsam in richtung ofenpass und ’bezwangen’ diesen zu dritt. anschliessend gings dann mit luki weiter durch den langen tunnel ins livigno-tal, wo wir wie erwartet gleich auf ein pro’s getroffen sind. alle natürlich ohne helm unterwegs,- die könnten halt gut fahren, da brauchts keinen:-) nachdem wir anfangs einen von unibet noch überholen konnten, ’konterte’ dieser beim wasserstopp und machte nachher gleich richtig tempo die forcla di livigno hoch. wir gaben uns zufrieden mit unserem tempo und rauschten dafür die bernina mit höchstgeschwindigkeiten von bis zu 95km/h runter, in flacheren stellen wurde meine max. übersetzung von 53/13 bei 65-70km/h so richtig schwindlig gekurbelt. nach dieser radrunde war dann auch schluss mit engadin für mich und die heimreise in die hitze im flachland stand stand auf dem programm...

rad: 4°28’ / 127.7km (ofen - forcla di livigno - bernina)

 

total: 9 trainingstage

8 einheiten rad = 35°50' = 937.9km

6 einheiten laufen = 4°54'

 

   
       
   
         
   
    © 2003 Jonas Baumann
RiesenGrossenDank an LukasBaumann!