Das zweite Trainingslager
für die Saison 2005 auf Fuerteventura war speziell. Zum ersten
Mal war ich alleine auf Trainingslager-Reisen und zudem gings an einen
unbekannten Trainingsort. War natürlich spannend, aber gleichzeitig
auch langweilig. Wegen dem Wind verpasste ich gleich drei Tage für
die Radtrainings und nutzte diese somit zum Sonnentanken. Durch diverse
Umstände (etwas kompliziert zum Erklären) verlies ich die
Insel in Richtung Heimat schon frühzeitig. Ein komisches Gefühl
nach den vergangenen Tagen im Süden, gar nicht richtig viel trainiert
zu haben. Dafür hab ich eine neue Insel kennengelernt, auf der
ich das nächste Mal nur die Badehose und die Laufschuhe mitnehmen
würde.
| Wann: |
01.01. - 10.01.05 |
| Wo: |
Costa Calma, Fuerteventura |
| Wer: |
Baumann Jonas |
| Wieviel: |
9 Einheiten (5 Rad, 4 Laufen) |
| Rad: |
14°55' (395 km) |
| Laufen: |
3°25' |
Photos: >>>
..................................................................................................................
.: Tag 1
bottenwil-costa calma in 18h
durch ein super gutes pauschalangebot von neckermann (14 tage zum preis
von 7 tagen) musste ich allerdings von friedrichshafen aus fliegen.
die startzeit war schon um 06.00 uhr am neujahrstag. somit musste ich
schon am vortag mit der letzten zugverbindung zum flughafen anreisen.
leider bietet der flughafen keine übrenachtungsmöglichkeit,
somit blieb mir nichts anderes übrig, als gleich neben einem partylokal
die nacht zu verbringen. an schlafen war zwar nicht zu denken. dementsprechend
war ich froh, als es endlich dann richtig los ging richtung süden.
nach einem kurzen zwischenhalt auf lanzarote erreichte ich dann um 12.00
uhr mein hotel. das wetter war perfekt. blauer himmel und somit auch
angenehme temperaturen. durch den schlafmangel verpennte ich gleich
mal den nachmittag, die lange anreise hat mir recht zugesetzt.
..................................................................................................................
.: Tag 2
wassermangel
am morgen hab ich noch einwenig weitergedöst. somit wurde es schon
11.15 uhr bis ich dann endlich in die laufschuhe geschlüpft bin.
dort gings dem meer entlang, immer auf kies-sand-wegen. ist auf jeden
fall besser als auf dem asphalt-gran canaria. nach einer kurzen tv-pause
startete ich zum radtraining. leider ohne wasser. alles hat hier am
sonntag geschlossen. ich hoffte zwar, dass ich in einem dorf entlang
der strecke schnell einmal eine tankstelle o.ä. erreichen würde.
aber leider kam's etwas anders. denn die dörfer entpuppten sich
als haussiedlungen und deshalb war lange keine 'wasserstation' in sicht,
bis ich endlich dann eine nach einer fahrzeit von 1°40' erblickte.
ich war recht durstig, denn die sonne war beim fast wolkenlosen himmel
immer 'aktiv'. dementsprechend leerte ich dann auch die vollen bidon
recht kurzfristig. nach etwas mehr als drei stunden im sattel durch
welliges bis bergiges gelände, zusätzlich mit starkem wind,
kam ich zurück an die costa calma.
..................................................................................................................
.: Tag 3
bergig
auch heute präsentierte sich das wetter von seiner besten seite.
stahlblauer himmel, dazu ein kräftiger wind. den brauchts aber
fast. denn in einer windstillen ecke beim laufen drückt die sonne
dermassen auf dich nieder, dass du gleich gerne wieder im wind stehst.
beim laufen gings heute eine hügel hinauf, von wo man einen guten
blick richtung süden und norden hatte. am nachmittag setzte ich
mich dann auf den göpel. recht bergig wars heute. die steigungen
haben jeweils zwar nur wenige kehren, dafür gehts oft schnurgerade
bergauf. bestens also zb. für kraftausdauer-einheiten. flach ist
es hier nirgends. immer gehts rauf und wieder runter (sogar mit dem
29iger...) . mir gefällts so!
..................................................................................................................
.: Tag 4
vorgezogener ruhetag
in den letzten tagen war ich oft sehr müde. auch während dem
training verspürte ich eine ungewöhnliche trägheit. macht
natürlich keinen spass, wenn die lockerheit nicht vorhanden ist.
somit hatte ich heute einen kompletten ruhetag gemacht. schlafen, lesen,
tv und einwenig am laptop 'arbeiten', das waren so meine heutigen tätigkeiten.
das wetter war nach wie vor perfekt.- wolkenlos!
..................................................................................................................
.: Tag 5
zu starker wind
schon über die nacht hinweg waren windgeräusche zu hören,
welche einem erahnen liessen, dass es draussen recht unangenehm sein
könnte. so war es auch. nach dem frühstück machte ich
ein lauftraining von der ost- zur westküste und dann wieder zurück.
der hinweg war leicht zu laufen, doch das zurücklaufen im gegenwind
war echt heftig. ich kam fast nicht vom fleck und zudem blies es noch
richtig böenartig, so dass ich manchmal schauen musste, nicht auf
die fresse zu fliegen. somit hab ich für das radtraining sicherheitshalber
forfait erkärt.
..................................................................................................................
.: Tag 6
wieder der wind
gestern konnte ich noch gut akzeptieren, das radtraining auszulassen.
doch heute wollte ich natürlich schon wieder gehen. doch der wind
war wieder dermassen stark und böenartig, dass ich es wieder auslassen
musste. langsam krieg ich einen kleinen anschiss. denn wenns nicht besser
wird, muss ich es trotdem mal probieren. obwohl ich denke, dass das
ein abenteuer werden könnte. aber für ein ruhetag-trainingslager
bin ich ja nicht hierhergekommen...
..................................................................................................................
.: Tag 7
abenteuerliche fahrt
nachdem es über die nacht für einmal nicht mehr ganz so 'gepfiffen'
hat, wollte ich es heute unbedingt versuchen, ein anständiges radtraining
zu machen. so startete ich um 11.00 uhr. doch schon nach wenigen metern
wurde mir klar, den lenker darfst du heute nicht loslassen. der wind
kam von osten. das hiess, meistens seitenwind anstatt besser direkten
rücken- respektive gegenwind. war mir manchmal recht ungeheuer,
da ich oft in seitenlage fahren musste. aber zwischen den 'höheren'
bergen wars dann etwas besser. nach knapp vier stunden kam ich etwas
"vom winde verweht" zurück.
..................................................................................................................
.: Tag 8
unter der puren sonne
ein tag wie alle bisherigen. sonne pur (um die 22° C )und viel wind.
heute sollten es einfach etwas über vier stunden im sattel geben.
zuerst gings einmal nicht direkt in die berge, sondern über hügeliges
terrain durch die mitte der insel. die strassen sind durchwegs gut bis
super. klar, manchmal ein kurzer abscnitt mit holpriger oberfläche,
aber das ist eigentlich vernachlässigbar. nach 2° 45' drehte
ich in betancuria dann um in richtung hotel. daher sieht man, wieviel
man aufholen kann mit dem darauffolgenden rückenwind. denn am schluss
nach dem tollen tag gabs dann etwas über vier stunden auf dem rad.
..................................................................................................................
.: Tag 9
wüstenlauf
nach dem aufwachen am morgen hab ich schon gemerkt, dass der wind wieder
zugelegt hat. ich wollte es aber trotzdem versuchen mit dem göpel.
aber nach etwa 30 min habe ich umgedreht und fuhr wieder zurück
zum hotel. denn ich konnte keine gerade linie fahren, musste immer in
schräglage fahren und zudem durch die böen war es recht gefährlich
wegen eventuellen ausritten neben die strassen oder auf die strassenmitte
(konfliktgefahr mit den autos!). der anschliessende lauf durch die wüstengegend
auf die andere meerseite war um einiges angenehmer. hier kann man zahlreiche
wege, ähnlich waldwegen (zu 90%) oder losen sandwegen (zu 10% vielleicht),
ablaufen und sich so eine schöne runde 'zusammenbasteln'.
..................................................................................................................
.: Tag 10
vorzeitige abreise
die ganz genauen details über die gründe sind etwas schwierig
zu erklären. daher lasse ich das lieber, aber darunter waren wie
ihr denken könnt auch zb. die trainingsmöglichkeiten auf dem
rad (wind, wenig strassen...). am montag war dann meine letzte möglichkeit
einer frühzeitigen rückkehr, einen anständigen flug (und
den dazugehörigen flughafen) zu kriegen. somit reiste ich schon
am montag unentgeltlich vorzeitig ab. via basel / mulhouse gings dann
in einer kürzeren variante als friedrichshafen nach hause. der
aufenthalt auf fuerteventura verdient ja eigentlich das prädikat
'traininigslager' nicht, aber ich konnte der jahreszeit entsprechend
trotzdem normal trainieren. war somit eher ein ferienaufenthalt mit
kurzen kleidern unter der puren sonne während ganzen 10 tagen.-
und noch mit ein paar trainings garniert. ist ja so auch schön!
..................................................................................................................
Photos: >>>
.: Fuerteventura
Around
| Rad:
|
das terrain wäre recht gut. die strassenbeläge
durchweges gut. es hat längere anstiege, viel hügeliges
aber keine echten flachen strecken zur auswahl. der verkehr ist
eigentlich nur auf der einten hauptstrasse, die durch die inselmitte
führt, recht stark. ansonsten hat es wenig. während meinem
aufenthalt war der wind recht heftig. er war manchmal so stark,
dass ich das radtraining ausgelassen hatte. somit eher mühsam
für entspannte trainings! |
| |
|
| Laufen:
|
wirklich gut. klar, die landschaft ist nicht gerade abwechslungsreich,
aber durch die wüstengegenden führen zahlreiche wege (oberfläche
ähnlich wie waldwege). hier kann man bergige bis aber auch
nur leicht coupierte strecken wählen. asphaltmöglichkeiten
hat es wenige, aber die sind ausreichend. |
| |
|
| Ausgangspunkt: |
stationiert war ich an der costa calma (ort heisst auch so). die
liegt am ansatz des verengten 'südschwanzes' der insel. ist
eigentlich nicht so gut gelegen für die trainings. ein ort
auf der höhe der inselmitte wäre ideal (zb. caleta de
fustes). aber dafür hat man dort nicht so schöne sandstrände
wie hier im süden. |
|