Zum zweiten Mal ging's
während der Vorbereitung für die Saison '05 nach Gran Canaria.
Wir erhofften uns natürlich warmes Wetter, doch es kam ganz anders.
Kühl, regnerisch und stetig stark bewölkt. So sah's fast die
ganze Zeit aus. Unser Training war aber nur gerade in der Sparte Bekleidung
von den Wetterkapriolen betroffen. Ansonsten konnten wir unser Trainingsprogramm
mehr oder weniger durch-ziehen. Wäre da nur nicht mein linkes Knie.
Auf dem Rad hielt es, aber laufmässig musste ich deswegen pausieren.
Nichts desto trotz war es ein gelungenes Trainingslager mit extrem vielen
Höhenmeter.
| Wann: |
30.01. - 13.02.05 |
| Wo: |
Maspalomas, Gran Canaria |
| Wer: |
Baumann Lukas, Baumann Jonas |
| Wieviel: |
15 Einheiten (11 Rad, 4 Laufen) |
| Rad: |
48°42' (1174 km) |
| Laufen: |
2°27' |
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.: Tag 1
ohne velo's kein tl
von basel aus gings mit dem flieger direkt nach gran canaria. mit viel
freude nahmen wir unsere gepäckkoffer vom band und fragten uns,
wo denn die velokoffer (als sperrgut) abgegeben werden. sie versicherten
uns, dass diese auch auf dem band geliefert werden. doch nachdem das
band stoppte, machte wir uns dann schon sorgen, wo die velo's wohl sind.
ok, an der infostelle meldung machen und weiter warten. das problem
war, dass unser flugzeug weiterflog nach lanzarote und somit könnten
unsere velos weitergeflogen sein auf die andere kanareninsel. nach mehreren
wortgefechten wurde uns zugesichert, dass die fahrradkoffer spätestens
nach 24h ins hotel geliefert werden, egal ob sie nun in basel oder lanzarote
sind. na gut, so blieb uns nichts anderes übrig, als ins hotel
zu gehen. die hotelanlage ist recht gross, unser einfaches appartement
durchaus in gutem zustand. aber beim abendessen wurden alte errinnerung
wach: das colorado golf! das buffet klein, geruch nicht gerad angenehm,
die mahlzeiten zwar essbar, aber manchmal undefinierbar. wir werden
dann sehen, wie wir uns über die zwei wochen ernähren. ziemlich
sicher zusätzlich mit selbst gekochten spaghettis...
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.: Tag 2
aprilwetter
na also, geht doch. nach einem kurzen telefonat mit dem flughafen trafen
unsere velokoffer noch vor mittag im hotel ein. wir sind richtig happy.
so mussten wir nicht einmal auf trainings verzichten. so bauten wir
sie gleich zusammen. doch als wir um 12.30 uhr abfahren wollten, regnete
es. zudem ist es saukalt hier. vorallem unser appartement ist recht
kühl. frösteln von morgens bis abends. so warteten wir kurze
zeit, um wenigstens trocken starten zu können. unsere bekleidung
war gar nicht 'gran canaria-like'. denn mit langarmtrikot und beinlingen
waren wir gerade angenehm bekleidet. in den bergen wars recht frisch
und nachdem wir noch durch regen fuhren, waren wir auch froh um die
zusatzschichten. nach etwas mehr als drei stunden kamen wir zurück.
die fahrt ging auf die alto de fataga und anschliessend drehten wir
noch eine runde über santa lucia. am abend, nach einem teller spaghettis,
drehten wir eine laufrunde in den parks.
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.: Tag 3
aua, mein linkes knie
mit drei brötchen im magen absolvierten wir ein kurzes lauftraining.
leider schmerzte mir das linke knie (respektive unter der kniescheibe)
einwenig, immer noch vom hecht-sturz in willisau her. aber anschliessend
auf dem rad gings gut. unsere fahrt ging über soria nach ayacata
hoch. dort mussten wir noch einwenig zeit 'schinden' und kurbelten noch
einen pass höher hinauf. von da an gings dann beinahe nur noch
bergab mit einer knapp einstündigen abfahrt. das wetter war recht
gut, etwa die hälfte der fahrzeit an der sonne. doch in den bergen
wars ziemlich kühl. ich zog mir sogar lange dünne fingerhandschuhe
an...
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.: Tag 4
schnee auf dem pozo
heute stand die legendäre etappe über den pozo las nieves
auf dem programm. wiederum starteten wir mit langarmtrikot und beinlingen.
manchmal blitze zwar die sonne kurz hervor, aber sobald man in den bergen
war, war man froh um die lang-lang-kombination. die anfahrt zur langen
steigung des pozos versüssten wir mit rund 1300 höhenmeter
zum anfang über die alto de fataga. dann gings hoch. steil hoch!
auf halber höhe kamen uns diverse autos mit schneemännern
auf der autohaube entgegen. schnee auf gran canaria? jawohl, denn auf
der passöhe gab es tatsächlich schnee. kalt wars zudem natürlich
auch noch. aber schon etwas kurios, dass es auf 1900 müM in den
kanaren schnee gibt. gut, zum glück brauchten wir keine spikes
und kamen somit heil wieder zurück nach maspalomas.
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.: Tag 5
billiard-fight
der erste ruhetag. trotzdem entschlossen wir uns noch für einen
kurzen und lockeren mittag-run. leider bekundete ich wiederum schmerzen
im linken knie. ich beendete zwar die laufrunde, aber in den nächsten
tagen werde ich wahrscheinlich dann laufmässig pausieren. da das
wetter schön war, sonnig und um die 20°C, relaxten wir in einer
parkanlage. anschliessend sichteten wir eine spielhalle. dort spielten
wir eine runde billiard, mit dem ausgang 2:1 für luki. aber revanche-möglichkeit
kommt sicher noch in den nächsten tagen.
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.: Tag 6
laufpause
das knie macht nicht mehr so ganz mit. so pausierte ich beim laufen.
beim radtraining behindert mich die gereizte stelle an der kniescheibe
nicht. so hab ich halt auf luki gewartet, bis er von der laufrunde zurückkehrte,
um mich dann auf den sattel zu schwingen. heute gings wieder einmal
(!) über die alto de fataga nach santa lucia, dann weiter bis auf
meereshöhe nach vecindario. bei einem kreisel gings dann 360°
rundherum und das ganze zurück. bei der letzten abfahrt hatte ich
dann noch etwas glück. denn zwei süsse häschen, von der
'echten' sorte, wollten wahrscheinlich unbedingt einmal die löffel
gekürzt haben. gut, ich konnte ihnen den wunsch nicht erfüllen
und konnte noch rechtzeitig ausweichen. puh, nochmals glück gehabt.
aber hier gehts auf den strassen eh manchmal etwas kurios zur sache.
denn es gibt autofahrer... .naja, ich nehme mal an, die denken genau
das gleiche über uns :-)
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.: Tag 7
fingerhandschuh-wetter
nachdem bode miller wm-gold in der abfahrt gewonnen hatte, starteten
wir zu unserem radtraining. wie eigentlich fast immer gings auf direktem
wege in die bergen. eigentlich wollten wir auf die cruz de tejeda fahren,
doch das wetter war dort ziemlich verhangen und so entschlossen wir
uns, eine andere route zu befahren. zum ersten mal kurbelten wir eine
sachgassstrasse hinunter zu einem - naja, wie soll man sagen - ''glasklaren',
'traumhaften' stausee. gut, war etwas übertrieben. danach kletterten
wir die strasse wieder hoch und nach der abfahrt über die alto
de fatage war unser arbeitstag zu ende. die motivation war zwischenzeitlich
nicht sehr toll, denn das wetter war wie schon seit einer woche total
verhangen. auf ca. 1200 müM wars sogar so kühl, dass wir uns
die langen fingerhandschuhe wieder mal überziehen mussten. also
nichts vom wünschenswertem grancanaria-wetter. auch die beine waren
heute nicht sehr 'kurbelfreudig', aber an gewissen tagen muss man einfach
durch...
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.: Tag 8
quitschendes pedal
eigentlich wollten wir heute die lange tour über artenara machen.
jedoch war das wetter am morgen so trübe, dass die motivation einwenig
litt und wir uns noch die wm-abfahrt der damen angeschaut haben. so
sind wir dann erst um 12.30 uhr gestartet, und zwar der küstenstrasse
entlang. denn mittlerweile wurde es der küste entlang sonnig und
so konnten wir fast das ganze training an der sonne abspulen. am schluss
strampelten wir noch eine strecke ab, die trotzdem noch auf satte 5,5h
reichte. leider macht bei mir das linke pedal einwenig sorgen. denn
die lagerung ist komplett hinüber und es quitscht endlos. das schlimmere
ist jedoch, dass das pedal viel zu viel spiel hat. hoffe aber, dass
die lagerung noch bis ende des trainingslagers mitmacht.
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.: Tag 9
relaxen im park
so machts spass. das wetter in maspalomas selber ist durchwegs immer
sonnig. auch heute war blauer himmel über der küste. so spazierten
wir in einen schönen park und relaxten einwenig an der sonne. anschliessend
gabs wieder ein billard-fight und einen kurzen internetstopp. wir geniessen
diesen ruhetag mit dem wissen, dass die kommenden fünf tage noch
'schwer' genug werden...
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.: Tag 10
gut drauf, nicht aber der umwerfer
nach dem ruhetag fällt einem das radfahren gleich einwenig leichter.
aber ja ruhig bleiben und locker weiterfahren, denn die anstehenden
resttage sind noch schwer genung. heute gings wie am tag 6 über
die alto de fataga nach vecindario und anschliessend zurück nach
maspalomas. der computer zeigte aber erst knapp vier stunden an, geplant
waren aber fünf, und so gings wieder hoch richtung fataga. braucht
aber immer zusätzliche motivation, um kurz vor dem zuhause wieder
zu kehren und nochmals eine runde dranzuhängen. aber das macht
stark, nicht nur physisch sondern auch phsychisch. in sachen material
habe ich nicht gerade das glück gepachtet. nach einer 'harten'
schaltung ist der umwerfer arg in gefahr gekommen und ist leicht 'angeschlagen'
(also leicht defekt). wenn eine werkstatt hier einen passenden hat,
werde ich ihn ersetzen. mal schauen...
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.: Tag 11
umwerfer abgerissen
das wetter war für einmal sogar in maspalomas, respektive an der
küste, sehr schlecht. viel wind und regnerisch. anstatt einem sechsstünder
machten wir wieder einmal ein lauftraining. doch leider gings dabei
meinem knie wiederum nicht sehr gut. es schmerzte, doch das training
konnte ich zu ende machen. nach einem teller spaghetti wollte wir aber
doch noch rund 3h aufs rad. mit regen sind wir gestartet, doch als wir
ein tal richtung inselmitte hinauffuhren, konnten wir plötzlich
blauen himmel sehen. so sind wir dann bis ayacata (rund 1400 müM
hoch) weitergefahren. mit sonne waren auch die temperaturen, trotz der
höhe, angenehm. die wetterkapriolen gingen aber weiter. nach sonne
und blauem himmel in den bergen, schüttete es in maspalomas. mit
viel vorfreude auf die warme dusche kamen wir dann nach etwas mehr als
3h zurück. in der letzten abfahrt hab ich mir dann den umwerfer
noch ganz demoliert. schade, aber ich habe damit gerechnet. nach dem
besuch in einer werkstatt nach dem training konnte ich ihn aber gleich
kostengünstig (campa veloce, 35 euro) ersetzen.
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.: Tag 12
nasse fahrt
langsam wissen wir nicht mehr, ob wir nun wirklich auf den kanaren sind
oder doch irgendwo im mittelmeerraum. denn schon am morgen wars brutal
trübe und regnerisch. wir fuhren trotzdem mal los richtung san
nicolas, mit dem plan, über artenara einen sechstünder zu
machen. doch schon nach einer stunde fahrzeit wurden wir vom regen klitschnass.
auf dem saftpass schlotterten wir, trotz lang-lang / windjacke / lange
fingerhandschuhe, vor uns her und entschieden uns, zurück richtung
maspalomas zu fahren. auf der folgenden abfahrt bereuten wir unsere
entscheidung aber keineswegs. erst auf meereshöhe wars wieder einigermassen
warm. mit den vier stunden bin ich zufrieden, obwohl wir sechs haben
wollten. aber mein trainingslager-motto ist: eine vier vorne dran und
dann ist gut, was mehr ist nehme ich gerne mit. anschliessend gabs erneut
eine billardrunde im nahen spielsalon (holiday world). was macht das
knie? gar nicht erfreulich, denn sogar beim normalen spazieren schmert
es. aber komischerweise nicht auf dem velo. nun muss ich halt von tag
zu tag entscheiden, was und wieviel ich dem knie zumuten will.
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.: Tag 13
'murgs'-training
quälen musste ich mich ja schon nicht, aber irgendwie hatte ich
einen 'kolbenklemmer'. es lief einfach nicht wie gewollt. aber solche
tage gibt es halt immer wieder, und gegen ende eines trainingslagers
erst recht. das training ging dann am ende ganz flott zu ende, aber
zwischenzeitlich wünschte ich mir, dass ich schon zuhause (also
im appartement) auf dem sofa liegen könnte. nichts da, noch über
1000 höhenmeter standen noch vor uns. doch wie es oft so kommt
nach einer gewissen 'quälzeit', da öffnen sich die beine wieder
und alles ist ok. mit vier stunden konnte ich mich, wie auch schon gestern,
zufriedengeben.
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.: Tag 14
pozo: nein danke
der letzte 'arbeitstag'. das wetter war eigentlich recht passabel, zwar
blies ein sehr kräftiger wind, aber für einmal war der himmel
nicht bedeckt. einzig der dunst verunmöglichte eine weite sicht.
unsere motivation hätte sicher besser sein können, aber wir
fuhren einfach mal in richtung pozo. erst beim definitven anstieg, in
la passadilla nach knapp drei stunden fahrzeit, kehrten wir um. zum
einen ist unsere sportliche verfassung sicher nicht mehr mit 'sprizig
und förmig' zu bezeichnen für die harte pozo-steigung, und
zum anderen wars ganz zu oberst sicher recht kalt. es kamen immer wieder
autos mit den selbstgebauten schneemännern auf dem dach entgegen
und die schneegrenze konnte man sogar von weit unten her schon erkennen.
das machte uns nicht gerade heiss und somit beliesen wir es, in tieferen
gefielden mit kurzen hosen die runde fertig zu fahren.
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.: Tag 15
diesmal ohne koffer
schön der flug via lanzarote nach basel war sehr unangenehm. mit
dem jet-sttream im rücken (ca. 200 km/h mitwind) wurden wir richtung
schweiz geschüttelt. naja, ging ja noch. aber am band war mein
koffer nirgends zu sehen. dafür kamen die fahrräder an. aber
mein koffer bleibt spurlos verschwunden, wahrscheinlich noch auf gran
canaria oder lanzarote. nervt richtig extrem! so ne scheisse, aber er
soll ja innerhalb von 24h bei mir zuhause sein. mal sehen und hoffen!
zum glück gehts in nächste trainingslager mal ausnahmseweise
mit dem car... . ansonsten bin ich recht zufrieden mit den vergangenen
zwei wochen auf gran canarai. am schluss merkte ich zwar schon, dass
ich nach diesen 2x2 wochen in den kanaren die insel 'gesehen' habe und
mit viel freude eine andere destination erkunden darf.
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.: Around
| Gran
Canaria 'Rad':
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Bestens geeignet zum Trainieren über den Winter.
Die Insel ist recht bergig. Also flach kann man eigentlich nirgends
fahren. Die Strassen sind perfekt und fast alle sind neu asphaltiert.
Der Verkehr ist nur an den Küstenstrassen normal. Ansonsten
fast kein Verkehr und wenn doch, dann sind die Kanaren-People absolut
rücksichtsvoll. |
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| Gran Canaria 'Laufen':
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Die Laufmöglichkeiten sind sehr beschränkt. In der Region
'Maspalomas Campo International' hat es zahlreiche Parkwege, welche
aber alle Betonuntergrund aufweisen. Um viele Laufkilometer abzuspulen
deshalb weniger geeignet. |
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| Ausgangspunkt: |
Wir waren bisher dreimal in der Region 'Campo International' in
Maspalomas stationiert. Von hier kann man bestens in die Berge oder
den Küstenstrassen entlang fahren. |
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