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  home rennbericht 'powerman vlaanderen, belgien'    
   
     
 

 

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14+60+3.5= kein powerman

mit gesundheitlichen problemen hatte ich schon am vortag zu kämpfen, während dem rennen dann leider immer noch. die magenkrämpfe begleiteten mit seit km 5 im ersten lauf und zwangen mich beim 2. lauf zur aufgabe. eigentlich ein trip zum vergessen, doch ansonsten war die reise nach belgien ein schönes erlebnis. obwohl der hauptgrund der anreise, der sportliche aspekt, den bach runter ging.

anreisetag am samstag:

abfahrt richtung norden. zuerst fuhr ich mit dem auto nach basel, wo ich dann meine utensilien umlud ins auto von sebastian. um 08.00 uhr ging dann die lange autofahrt los. im nachmittag (ca. 16.00 uhr) kamen wir nach einem zwischenstopp bei sebastian's mutter (in achen) beim austragungsort in geel an. das hotel vivaldi war sehr zufriedenstellend, obwohls im zimmer schon etwas heiss war... . leider plagten mich nach der ankunft kopfschmerzen, verdauungsschwierigkeiten und brechreiz. nicht sehr optimal im hinblick auf den wettkampftag. nach einem kurzen nickerchen gings dann trotzdem noch kurz aufs rad, um die strecken zu besichtigen und die beine locker zu fahren. alles sehr winklig angelegt, ob der lauf- oder radkurs, natürlich topfeben versteht sich. zur späteren abendstunden fanden wir noch ein stylisches restaurant, wo wir noch pasta essen konnten.

wettkampf am sonntag:

nach der nacht fühlte ich mich schon besser, die kopfschmerzen waren weg, einzig die verdauung und der magen rebellierte ab und zu. das grosszügige frühstückbuffet nahmen wir dann gerne zur kenntnis und fühlten unsere teller. da die startzeit erst auf 15.10 uhr angesetzt war, blieb uns nicht anderes übrig, als die restlichen stunden vorher auf dem zimmer mit relaxen zu verbringen. da wir die startnummer und das gelände schon tagszuvor besichtigt hatte, konnten wir in ruhe zum startort gehen. die sonne brennte erbarmungslos und jeder war froh, wenn man sich im schatten aufhalten konnte. in der wechselzone richtete ich meinen platz ein. helm, schuhe, brille alles an sein gewohntes 'plätzli'. ich war schon auf dem weg aus der wechselzone, da gabs einen lauten knall. hörte sich doch sehr nach einem reifenplatzer an, durch die starke sonneneinstrahlung keine seltenheit. puh, wer hatte wohl pech? andere lokalisierten den knall bei vier rädern. wir kuckten kurz, doch fanden keinen platten reifen. na gut, dachte ich. anschliessend lief ich kurz ein, während sebastian noch einmal zu seinem rad in der wechselzone ging. ich sagte ihm, er solle doch noch seine reifen überprüfen, da es vorher geknall hat. bei ihm war alles ok, so bittete ich darum, auch noch meines kurz zu überprüfen. huch, mit schrecken musste er verstellen, dass mein scheibenrad platt war. verdammt, und das 10min vor dem start. also rannte ich so schnell ich konnte zum auto zurück (ca. 500m) und holte das reserve-hinterrad. so ein stress, im sprint gings zurück und konnte so gerade noch das hinterrad ersetzten. genau 2min vor dem startschuss war ich an der startlinie. hat gerade noch so gereicht, glück gehabt!

so gings also schon ziemlich verschwitzt ins rennen. auf den ersten 14km gabs vier runden zu absolvieren. ich schnappte mir gleich sebastian als vordermann, er läuft jeweils konstant an und kann das tempo aber ganz durchziehen. genau richtig für einen langdistanz-neuländer wie mich. bis ca. km 5 gings sehr gut, doch dann bekam ich immer stärker magenkrämpfe. musste schnell tempo wegnehmen und musste somit die anderen ziehen lassen. es wurde schnell einmal schon nur ein kampf, den ersten lauf fertig zu laufen. ich erhoffte mir aber, dass sich dann auf dem rad die probleme verflüchtigen. als 29. wechstelte ich aufs rad. aber leider begleiteten mich die magenprobleme weiter. ich konnte überhaupt nicht druck geben auf dem rad, es war richtiggehend enttäuschend. teilweise musste ich sogar einfach kurz aufstehen oder mich strecken, anders gings nicht weiter. trotzdem konnte ich auf dem 60km-radsplit viele athleten ein- und überholen. an 14. position liegend gings dann auf den 2. lauf, wo nochmals 2x eine 3.5km-runde auf mich wartete. doch rennen konnte ich nicht mehr, schon nur gehen war schwierig. ich probierte zahlreiche male, wieder zu rennen, doch der magen war dermassen 'verkrampft', dass ich immer wieder in den spazierschritt übergehen musste. so 'wanderte' ich halt die erste runde ab, mit der hoffnung, dass es vielleicht besser wird und ich trotz den problemen irgendwie noch finishen kann. aber die hoffnung begrub ich dann nach den ersten 3.5km (für dich etwa 25min gebraucht habe) und gab das rennen auf.

sonntag/montag:

da sebastian den hervorragenden 5. rang erreichen konnte, durften wir noch zur siegerehrung um 20.00 uhr bleiben. während es für ihn eine prämie gab, musste ich mich einem teller pasta begnügen. doch auch nach dem rennen war es echt mühsam mit der verdauung. der gang zur toiletten kam nie zu kurz. um 20.30 uhr gings dann wieder in richtung heimat, zum glück mit fast leeren autobahnen. wiederum nach einem kurzen halt in achen bei der mutter von sebi gings flott voran. um 02.50 uhr in basel, kurz umladen und dann war ich 03.35 endlich zu hause. schnell ab ins bett...

fazit: eigentlich zum vergessen, die powerman-premiere. aber als sportler muss man damit leben. ich kann mir auf jeden fall nicht vorwerfen, leichtgültig ausgestiegen zu sein. hab gekämpft bis es wirklich nicht mehr ging. naja, erfahrungen hab ich aber so oder so gesammelt. auch wenn sie eher auf der negativen seite zu finden sind. aber ich würde jetzt sicher nicht sagen, dass sich die reise nach belgien nicht gelohnt hat. eher im gegenteil, war ein tolles erlebnis mit zum teil turbulenten erreignissen. gut, die je ca. 6.5h autofahren müssten nicht sein...

 

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photo_pmbelg

 

material_daten

laufräder: hinten campa proton und vorne campa eurus
   
lenker: normal, mit aerolenker 'coal light jb'
   
übersetzung: 39/53, 23/11
   
wetter: sonne pur, heiss, 32°C

 

 

 

   
       
   
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    © 2003 Jonas Baumann
RiesenGrossenDank an LukasBaumann!