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| rennbericht 'Powerman Holland, EM' | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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WM-ticket gelöst an eine duathlon wm als elite-athlet stand natürlich ganz oben auf meiner 'wunschliste' für die kommenden jahre. dass ich dies gleich beim ersten versuch packen würde hätte ich nicht unbedingt geglaubt. aber nun kam es also soweit, dass ich mit dem 9. rang an den powerman europameisterschaften in holland die schweizer qualifikation für die wm in dänemark ende mai erfüllen konnte. wahrlich ein kleiner meilenstein meiner sportlichen laufbahn. ausgeruht habe ich mich gestern, heute gings schon wieder weiter mit trainieren,- für die nächsten anstehenden aufgaben! anreise, samstag 22.4. zusammen mit nicole klingler und marco burri gings früh morgens mit einem kleinbus (zur verfügung gestellt von unserem hauptsponsor 'garage f. konstantin' aus zofingen, besten dank!) in richtung norden. nach einem problemlosen 7h trip (naja fast, wäre da es nur in basel nicht plötzlich taghell geworden in der nacht:-)) kamen wir dann im eher ruhigen städtchen horst, ganz im süden hollands, an. wir gastierten in einer art kaserne, zusammen mit den meisten ausländischen elite-athleten, so zb auch die vansteelant-brüder, strothmann, retzlaff, huybrechts...usw. nachdem wir unsere zimmer beziehen konnten, fuhren wir locker zwei runden vom 15km-radkurs ab. autobreite strassen, meist eher schlechter belag, eckige kurven, total flach, viele schwellen/buckel zum überfahren..., holland halt. der laufkurs schien mir recht attraktiv zu wirken mit den 2.5km runden im städtchen. auf ein läufchen an diesem tag habe ich aber verzichtet, habe dann lieber 2h relaxt mit musik im zimmer. am abend sind wir dann noch an die pasta party gegangen. pasta gab es, party eher nicht, eigentlich auch gut so, denn so gings früh ins bett. 22.00 uhr war lichterlöschen angesagt im zimmer 'baumann'... der morgen vor dem rennen, sonntag 23.4. um 08.00 uhr waren wir frühstücken mit all den anderen athleten in der kaserne. zuerst dachten alle, dass es wohl in einer kaserne nicht mehr als toastbrot und etwas butter geben würde,- falsch gedacht. denn ganz erstaunlich gabs ordentliches zwischen die beisserchen. nutella, mmhhh! energietechnisch hatte ich mir in den letzten drei tagen recht was 'angefressen', war sicher so schwer wie seit drei wochen nicht mehr. das aber gewollt, um auch nach 2h rennzeit noch substanz zu haben. nach dem essen gabs was auf die ohren beim verdauungs-nickerchen, musiktechnisch gesehen. für mich motivation pur, U2-sound. etwas angespannt gings dann also mit den sieben sachen ins startgelände. anschliessend fuhr ich mich noch 20min warm auf dem rad, 5min zu fuss, das sollte reichen... 12.05 uhr, sonntag 23.4. schon 15min vor dem start drängten sich die athleten in die 'startbox'. aber 15min blöd da ruhmstehen wollte ich nicht und dachte (zu arrogant wahrscheinlich:-)), dass ich als elite-athlet dann schon von 'vorne' an die startlinie kann. falsch gedacht! so musste ich mich halt ganz hinten einreihen, ein vorrücken kaum möglich, der fiktive 'quali-top16-mann' konnte ich gar nicht sehen..:-) nach dem startschuss musste ich mich halt in sprintermanier nach vorne kämpfen. nach der ersten 2.5km-runde, wo ich sicherlich 150 leute überholen musste, lag ich an 37. position. von da an spulte ich die restlichen runden immer gleich ab. einer gruppe 1km folgen, dann mit überschuss (so dass kein anderer folgen konnte) vorbeiziehen und schnellstmöglichst zur vorderen gruppe aufschliessen. danach wieder 1km im windschatten folgen und wieder forcieren. das lief super so, rang um rang konnte ich mich verbessern. als ich dann huybrechts und brown ein- und überholte lag ich schon plötzlich in den top20,- und hatte immer noch saft. so konnte ich, ganz ungewohnt für mich, vorallem auf den letzten 2.5km noch weiter zulegen und kam an 14. position und einer respektablen 15km-zeit in die wechselzone zurück. auf dem rad probierte ich dann von anfang an den srm-daten folge zu leisten und wollte nicht schon am anfang überzocken. so lies ich die wattanzeige selten über 320 watt steigen, gewollt natürlich. auch so konnte ich ein/zwei ränge pro runde gut machen pro runde. auf der zweiten runde kam dann der bolzer huybrechts von hinten angebraust. zuerst wollte ich mitgehen, doch er drückte mächtig aufs gas, das srm zeigte 400 watt an. naja, 5min hätte ich das sicher mithalten können, aber nicht noch weitere 3 runden. da sind 320 watt schon eher möglich... . ich fand einen guten rythmus, musste aber auf der windschattenanfälligen strecke alles alleine fahren. gut, so konnte ich dafür genau mein 'ding' fahren und niemand drängte mir ein anderes tempo auf. so konnte ich mit vorsprung auf die grösseren gruppen an 9. position auf den 2. lauf wechseln. schon nach 100m nach der wechselzone machten sich krampfanzeichen bemerkbar in den waden. doch irgendwie konnte ich diese schnell 'beseitigen' und kam recht schnell wieder 'ins laufen'. direkt hinter mir fuhr ein motorrad und als ich mich umsah, war benny vansteelant direkt hinter mir, einfach halt 2.5km im vorsprung. fühlte mich sogleich als den gejagten hasen, rannte um mein leben gegen eine überrundung:-) komischerweise musste ich mich nicht mal quälen, um mich gegen die überholung von benny erfolgreich zu wehren. es lief super geil, so konnte ich ganze 5km vor dem späteren sieger herlaufen (gut, er wahrscheinlich im standgas-modus..) und ihn dann noch auf seiner zielgeraden zum sieg gratulieren. gut, ich hatte halt aber da noch 2.5km vor mir, er noch lockere 20m. egal, vorne war niemand, hinter mir zum glück auch nicht. die kräfte schwanden dann schon noch, krämpfe im rechten oberschenkel zwangen mich zur temporeduktion, konnte aber gut den 9. rang nach hause laufen. somit war nicht nur die wm-quali geschafft, sondern ein toller top10-platz an der powerman em schaute heraus. eine art ernte oder belohnung der letzten vier monate. abreise, sonntag 23.4. nach der preisverteilung am abend konnte ich mich also mit dem ticket für dänemark ans steuer setzen und mega happy zurück richtung schweiz brausen. die stimmung auf der rückreise war dementsprechend sehr gut, daher kam mir die 7h-fahrt kurzweilig vor. morgens um 02.00 uhr war ich dann zu hause. diesmal blieb es sogar in basel dunkel auf der autobahn, so wie es sich gehört in der nacht:-) insider halt... fazit: in erster linie möchte ich mich bei nicole und marco bedanken für den tollen trip. es war lustig mit euch und hat riesig spass gemacht!! zur grossen freude hat nun sicher auch das sportliche das seine dazu beigetragen, aber dass 14h autofahren mit zwei solchen kollegen so schnell vorübergehen, dass finde ich ein glatte und unvergessliche sache! so zwei tage nach dem rennen finde ich immer noch das eine oder das andere, wo ich denke: "hätte ich doch da" oder "warum habe ich nicht"..., aber grundsätzlich habe ich sicherlich einen traumtag erwischt,- oder ich konnte einfach die supergute trainingsvorbereitung komplett umsetzen. unüblicherweise war ich auch in den spliträngen im laufen besser als auf dem rad, ja der 2. lauf sogar am besten. dass ich somit sogar die quali geschafft habe, damit habe ich nicht unbedingt gerechnet. natürlich fantastisch. aber eben, das leben/training geht weiter, respektive in knapp 2 wochen steht das nächste grosse rennen vor der tür, der powerman luxemburg! resultate: >>> zeitungsbericht: >>> (zofinger tagblatt, aargauer zeitung)
photo_u.schw. (ein merci an dich!)
around_renndaten
SRM_daten
alle daten ohne wechselzone (schieben usw.), nur reine fahrdaten auf dem rad!
Diagramm I: 2-D Diagramm. Leistungskurve über die 60.5km.
Diagramm II: 2-D Diagramm. Leistungsverteilung in min über die gesamte Strecke/Fahrzeit.
Diagramm III: 3-D Diagramm. Leistungverteilung in Abhängigkeit der Trittfrequenz, prozentual zur Gesamtzeit über die gesamte Strecke.
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| © 2003 Jonas Baumann RiesenGrossenDank an LukasBaumann! |
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