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| rennbericht 'powerman austria' | ||||||||||||||||||||||
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'des wor a gaudi' das war ein klasse rennen. nicht unbedingt meine sportliche leistung, eher der ganze anlass mit der ambience und dem herz für den duathlonsport. jung bis alt war auf den beinen in weyer. nach dem wettkampf zählte ich mich gefühlsmässig dann eher zu den 'alten', denn die leiden von zofingen waren auf dem 2. lauf und im ziel plötzlich wieder präsent. mehr als der 15. rang lag nicht drin, obwohl ich zwischenzeitlich noch in den top10 lag. anreise: mit marco burri zusammen ging die fahrt in richtung weyer schon am freitag morgen los. weyer liegt auf der höhe von linz, also etwas weiter östlich von salzburg. die reise kalkulierten wir mit ca. 10h. bis bludenz ging alles planmässig, doch vor der anfahrt richtung arlberg stoppte uns die polizei. leider war der arlberg tunnel und der pass wegen den vergangenen überschwemmungen unpassierbar. sie wollten uns zuerst über münchen umleiten, gaben uns aber plötzlich ein zettelchen mit ortschaftsnamen drauf, wo wir auch druchfahren könnten. dies musste wohl eine schnelle abkürzung sein, dachten wir... . die fahrt führte uns aber über zwei pässe und nur über landstrassen bis innsbruck => brutal langsame variante. ja gut, es kam noch besser. mit einem 2001-jahrgang-marco-routen-ausdruck führte uns der weg noch einwenig durch die prärie um weyer :-) nach 13h reisezeit kamen wir dann aber happy an unserem zielort bei unserer gastfamilie an. marco und ich mussten uns am abend noch ein paar gelächter wegen unserer tour-de-österreich anhören lassen, denn die zürcher connection (flo, andi, steph) war hochgerechnet rund 5h schneller als wir, über münchen natürlich. c'est la vie... die ruhe vor dem sturm: am samstag wollten wir die radstrecke auf dem rad abfahren. leider pisste es gerade in diesem moment, wo wir starten wollten. gut, räder ins auto hinten rein und so fuhren wir die streckenbesichtigung mit dem auto vorerst mal ab. ich hab ja schon einiges gehört, dass das eine knackige radstrecke sei, aber mir kam dieser berg doch krass hart vor. zurück in weyer 'hängte' somit die 'schweizer delegation' im café rum, um auf trockene strassen zu warten. schlussendlich drehten wir aber nicht eine ganze 38km-runde, sondern kurvten ca. 50' in den tälern umher. am abend war dann die eröffnungsfeier, welche mit den entertainment-einlagen recht unterhaltsam war. auf die aufführung des filmes 'höllentour' verzichteten wir zugunsten von etwas mehr schlaf. renntag: ich fühlte mich gut am morgen und war recht motiviert für das rennen. ich hatte schon respekt gegenüber den 14.8km im vorlauf und dann den schweren radkilometern. leider verlief die direkte rennvorbereitung etwas schief. um 10.15 uhr war der letzte termin um das rad einzuchecken. das war noch nicht das problem, dass man aber nachher nicht mehr rein darf für kleiderwechel oder dergleichen, davon wusste ich leider nichts. das rad stand zwar am richtigen platz, aber der helm, die schuhe, die gels, die brille usw. waren noch in der tasche. so ne scheisse! ich konnte sie nur noch dazu bewegen, dass sie mir wenigstens mein renn-unterleibchen und mein käppi holten. immerhin... :-) die anderen sachen warten somit unvorbereitet auch mich. der start war mitten im herzen von weyer. die stimmung war schon grandios. viele zuschauer, cheerleaders vorne dran, musik, hubschrauber über uns, fernseh-kameras von allen seiten, einfach eine 'gaudi'. der erste lauf ging über 14.8km mit zwei runden. die erste über 8km und die zweite über 6.8km. ich nahm mit vor, mich an die fersen von flo oder marco zu heften. während den ersten 8km gings noch gut, aber nach der passage durch weyer, von wo es wieder tal aufwärts geht, bekundete ich immer mehr mühe. ich büsste richtig zeit und ränge ein. der wechsel aufs rad war halt dann wegen den unvorbereiteten utensilien etwas 'speziell' und recht langsam... . die radstrecke führte gleich tal aufwärts, zwar nur leicht steigend, aber bis zum harten berg gehts nie flach oder abwärts. ich probierte, locker die beine drehen zu lassen und nie hart zu fahren. den anstieg hoch gings recht gut, suchte einen guten rythumus, den ich bis oben durchziehen konnte, fuhr aber nie anschlag. die abfahrt war schnell, jenseits der 85km/h-grenze. nach der ersten runde hatte ich noch körner frei, konnte rang um rang gut machen, je länger das rennen dauerte. am schluss war die zweite runde sogar schneller als die erste, aber in den letzten 'wellen' vor weyer spürte ich dann aber, dass die kräfte langsam schwinden. aber ich denke, dass die radzeit doch ansprechend war, ist doch sogar der grottenschlechte 1. wechsel miteinberechnet. auf dem 10. zwischenrang schnürte ich also die laufschuhe für die letzten 7km. puh, rien ne va plus! mir taten die unteren hälften der waden und die hüftbeuger brutal weh. ich kam nicht mehr vorwärts. schnell hatten mich wieder die konkurrenten geschnappt. erst nach dem wendepunkt als es leicht abwärts ging, konnte ich etwas mehr an tempo (gut, welches tempo?) machen. die ganz kurzen gegensteigungen muss ich wohl wie ein krüppel drüber gelaufen sein, denn wegen den hüftbeugern konnte ich die beine nicht mehr gerade heben. ach, ich war überglücklich, als ich dann ins städtchen hineinbiegen konnte und die begeistere zuschauermasse aufsaugen konnte. leider konnte ich die stimmung fast zu wenig geniessen, denn im ziel angekommen konnte ich kaum noch gehen. nichts desto trotz bin ich über den 15. rang nicht unglücklich, denn es hätte sicher auch schlimmer gehen können. denn den zwei anderen pm-zofingen-athleten marco und richi erging es auch nicht gerade sehr gut. after-race: die siegerehrung fand nur wenig später des wettkampfes im herzen von weyer outdoor statt. das städtchen war rappelvoll. nebst den schweizer topplatzierten sutz (3.) und wagner (5.) durfte auch ich mal das österreichische publikum von vorne auf dem podest betrachten. war der schnellste elite-1 athlet ohne die top10 miteinberechnet. der glaspokal ist/war mir wohl nicht so wichtig, hab ihn doch glatt in österreich vergessen (weiss sogar wo, auf dem fensterbrettchen im zimmer...). egal. anschliessend feierten wir schweizer noch solange in die nacht hinein, bis wir neben den organisatoren noch die einzigen knochen waren. heimreise am montag: marco und ich hatten diesmal ein glücklicheres händchen! diesmal sind wir über münchen gefahren. in 8h waren wir zuhause. ich muss sagen, dass ich schon müde und etwas ausgebrannt nach hause gekommen bin. marco erging es wohl ähnlich, hat man dies doch an unseren gesprächsthemen (genauer will ich nicht darauf eingehen...) während der rückfahrt angemerkt... fazit: dieser powerman hat richtig herz: die kulisse, die stimmung, das rennen, die strecken, die gastfamilie..., alles vom feinsten. sportlich gesehen war wohl zwei wochen nach dem pm zofingen für mich nicht mehr möglich, bin aber wie oben schon erwähnt doch zufrieden. möchte eigentlich auch nicht mehr darauf eingehen, denn ab einem gewissen punkt darf ich auch mit solchen resultaten happy sein. schliesslich hab ich wieder eine erfahrung mehr in sachen langdistanz gemacht und habe ein super zeit erlebt in österreich mit den anderen schweizer athleten. ein grosser dank geht besonders an marco, mit dem ich vier lustige tage erlebt habe und natürlich der familie heim, wo wir fürstlich umsorgt wurden und den aufenthalt geniessen konnten. herzlichen dank!
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photos: später
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| © 2003 Jonas Baumann RiesenGrossenDank an LukasBaumann! |
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