contact me
 
     
     
 
  steckbrief   tagebuch   resultate   teamsponsoren   spezial   photos   lukas   links
 
     
  home rennbericht 'ITU WC memorial benny vansteelant'    
   
     
 

 

 

 

 

auf benny's strassen unterwegs

es gibt rennen, die vergisst man nicht wegen guten resultaten, andere wegen der harten strecke und wiederum andere einfach wegen dem tollen erlebnis. bei diesem rennen sind die letzten zwei punkte absolut zutreffen. zum einen war die rennform- und distanz extrem hart und zudem ist die entstehung dieses rennens einer tragischen herkunft, welche man während dem ganzen wochenende hautnah miterleben und -fühlen konnte. mein 19. platz war nicht das gelbe vom ei, aber es geht trotzdem weiter aufwärts.

die anreise mit dem auto ins nordwestlich gelegene torhout in belgien (nahe der nordsee..) verlangte letztendlich ausdauer und nerven. um 23.00 uhr haben wir uns angekündigt bei unserem homestay. in strassbourg sind wir dann gleich mal 5/4h im stau gestanden, wobei uns ein echt krasser citroen-fahrer in staunen versetzte, als er im zikzack-kurs durch die staukolonne preschte. um 22.00 uhr waren wir dann erst in luxembourg, ein erstes sorry-wir-werden-uns-verspäten-telefon mit unserer homestay-frau war nötig: "01.00 uhr sollte wir aber sicher da sein!" das wäre uns auch fast gelungen, wären wir nicht ca. 40km vor dem ziel umgekehrt, als wir uns auf der falschen fährte wähnten;-) am schluss wurde es dann 02.15 uhr als wir ankamen in torhout, unsere homestay-frau hat netterweise ein grösseres buch zum warten hervorgekramt... . am samstag sind wir dann mal zur streckenbesichtigung gestartet und haben gleich marco burri getroffen. die region sieht halt typisch belgisch aus, aber man hat trotzdem mal etwas mehr nach links und rechts geschaut und sich gedacht, dass hier also benny vansteelant gelebt und trainiert haben soll.

ich fühlte mich ziemlich gut und erholt beim einfahren. ich war zwar etwas nervöser vor dem start als sonst, aber wenn man nach fast einem jahr wiedermal so weit gereist ist für ein rennen, dann sollte das auch logisch sein. das rennformat im intervall-modus und die distanzen (10-30-5-30-5km) hat übrigens joerie vansteelant entworfen und hat damit diesem rennen für seinen verstorbenen bruder das gewisse etwas gegeben. zudem gab es ein seperates elite-feld mit 26 startenden. davon kannte ich über 20 athleten als gut bis sehr gute athleten aus anderen rennen und so manches powerman-rennen würde sich die hände reiben über ein solches starterfeld. na gut, ich hab mich sowieso nicht auf eine platzierung ausgelegt, sondern eher auf eine anständige leistung meinerseits. vorallem im laufen hatte ich zwar weitere fortschritte gemacht, jedoch war ich selbst gespannt, wie es nun über die insgesamt 20 lauf-km so klappt.

ich reihte mich somit ganz zu hinterst ein und war eigentlich ganz gut positioniert;-) jedenfalls konnte ich anfangs eine gute pace halten und hatte direkten anschluss an die radstarken dänen fischer-mogensen / bystrup. das wäre ein guter 'zug' gewesen, doch auf der zweiten hälfte der 10km wurden meine beine etwas schwerer und musste mein eigene tempo gehen. in der wechselzone hatte ich dann knappe 30sec rückstand aud den veloexpress, wollte natürlich diesen wenn möglich noch erwischen. ich drückte also voll in die pedalen...., doch es kam nichts raus. ich hatte dicke beine und einfach keine kraft. meine gute radform habe ich mir wohl mit dem auftakt-10ner gleich ruiniert... . ich erholte mich kaum und musste gedrosselt weitermachen. so kamen dann sehr sehr dürftige radsplits zusammen. beim 2. lauf harzte es anfangs einwenig, doch danach liefs besser und gerade im 3. lauf konnte ich anständig ins ziel laufen, als 19ter wohlgemerkt.

anschliessend gings schlag auf schlag. (14.30 uhr war rennstart) um 18.00 uhr zurück beim homestay, packen, duschen, auto laden. weiter zur pasta party. diskutieren mit anderen athleten, etwas werbung für powerman zofingen machen (da kommen wohl noch ein paar gute athleten nach zofingen!! gut so..), danach gabs einen eindrücklichen film über benny vansteelant, gepaart mit filmsequenzen aus dem memorial-rennen (vorallem mit und über joerie..) und benny's sportlicher vergangenheit. torhout hatte an diesem tag eindeutig zwei ihrer helden gefeiert: benny und joerie! anschliessend um 20.20 uhr gings richtung schweiz und um 03.30 uhr konnte ich endlich in die horizontale gehen.

mein fazit:

ich hatte keine chance während dem rennen, um den anschluss in die top10-15 zu erreichen. ich bin aber eigentlich nicht sehr enttäuscht, da ich vorallem im laufen über diese distanz noch gar keine trainings noch rennen vorzuweisen habe und mir sicherlich die substanz dort fehlt. meine schwache radvorstellung begründe ich deshalb auch auf dem 1. lauf, welcher mir die mukis zu arg verbraucht hatte. sportlich bin ich aber insgesamt froh, weiterhin beschwerdefrei zu sein auch über eine langdistanz und kann nun weiter arbeiten, da die rennhärte hoffentlich schritt für schritt auch langsam kommt.

resultate: >>>

 

rennphotos_sb

 

around_renndaten

schuhe: 1.lauf und 2. lauf: etonic tayu
   
radmaterial: laufräder: campi bora und zipp scheibe
   
  übersetzung: 53/39 - 25/12
   
distanz: 10 - 30 - 5 - 30 - 5 km
   
wetter 17°C, stark bewölkt, windig

 

 

   
       
   
         
   
    © 2003 Jonas Baumann
RiesenGrossenDank an LukasBaumann!