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  home rennbericht 'int. duathlon val d'aran, frankreich'    
   
     
 

 

 

 

 

als der 'einbruch' kam...

mit vier tollen, erlebnisreichen tagen, einem 7. rang und ordentlich muskelkater bin ich gestern zurückgekehrt in die schweiz. dieser duathlon im val d'aran war die lange reise wirklich wert, schon nur der streckenkurs war einmalig. ich hielt mich am anfang des rennens ziemlich zurück und drehte auf dem rad dann mehr auf, den vierten zwischenplatz nach dem zweiten wechsel konnte ich allerdings nicht mehr halten, da ich ordentlich den 'löffel' abgab auf dem 2. lauf. es reichte aber auch so immerhin noch zu einem super 7. rang, mit welchem ich wirklich zufrieden bin, obwohl es nicht optimal lief.

donnerstag, anreise:

zusammen mit dem 'halb-schweizer' sebastian retzlaff gings via lyon, orange, narbonne, toulouse ins val d'aran (liegt mitten in den pyrenäen, gleich an der grenze zu spanien). da uns die organisatoren erst eine unterkunftsmöglichkeit ab freitag zur verfügung stellen konnten, musste wir uns von do-fr eine andrere bleibe suchen. da es noch zusätzlich ziemlich heisses wetter war, nahmen wir uns ein zimmer in einem gasthaus oberhalb des col de mente, ca auf 1500müm gelegen. dort wars recht angenehm, so konnten wir schon mal die 1100km hinfahrt ohne probleme 'abschlafen'.

freitag, streckenbesichtigung:

schon am morgen um 09.30 uhr, nach einem typischen franz. frühstück (nur parisette, baguet usw..), fuhren wir einen teil der radstrecke ab. zuerst gings rund 850 höhenmeter den col de mente runter, dann in stark coupiertem terrain wieder zurück und am schluss wieder den mente hoch zum gasthaus. das waren rund 2.15h fahrzeit, mit einem 23.0km/h. puh, das sollte schon viel aussagen, was uns dann am sonntag erwarten sollte... . am nachmittag zügelten wir unsere sieben sachen zum definitiven nachtquartier nach st.beat ins tal. dort waren mittlerweile auch richi grämiger und marco burri eingetroffen. wir teilten uns zu viert ein zimmer. es war ein heisser tag, so relaxten wir den ganzen nachmittag. am abend lief ich dann zusammen mit sebastian eine 8km-runde vom 2.lauf ab, welche mir sehr gefiel.

samstag, vorrenntag:

gleich wieder am morgen gings aufs rad, wo wir aber mehrheitlich im tal die km abgespult haben. da das val d'aran auch nach spanien weitergeht konnten wir der versuchung nicht wiederstehen, auch auf spanischem boden ein paar km zu kurbeln. am abend gabs dann das offiz. race-briefing mit anschliessender pasta-party. die top10-favoriten für das rennen wurden dann noch auf der bühne vorgestellt, so auch ich. die fragten mich, wie meine chancen stehen auf den sieg!!? naja, musste die gleich mal enttäuschen und sagen, dass ich einfach einen top-platz erreichen möchte, einen sieg wäre bei dieser konkurrenz nicht möglich. aber war cool, schliesslich war die halle voll mit leuten und wir vier (also richi, marco, sebastian und ich) standen also ganz vorne auf der bühne,- und leider brachte kein einziger einen 'schönen', guten satz auf französisch raus...

sonntag, renntag

die anderen haben mich mehrmals vorgewarnt und tipps gegeben, ganz nach ihren erfahrungen bei diesem wettkampf in den letzten jahren. da ich die strecken ja besichtigt habe, wusste ich eigentlich was mich erwartet. aber zwischen training und rennen gibts halt einen grossen unterschied. vorallem in diesem gelände kannst du dir fast kein fehler erlauben. fehlt dir die kraft zb auf dem rad vor der passsteigung,- so kommt man praktisch nicht mehr rauf. am start waren nur zwei international bekannte namen: aldebert und capoferi, beide profis. daneben die ganz starken leuten der letzten jahre in val d'aran: serras, ballester, galinier, dodet, die urizar-brüder usw..., daneben natürlich noch die starke, 'interne' konkurrenz aus dem zimmer:-) ich fühlte mich super erholt und den trainings nach konnte ich doch einiges von mir erwarten...

nach dem start suchte ich gleich mein eigenes tempo und schaute ab meter 0 auf keine anderen. es war zwar echt krass, schon zu beginn der 3km langen steigung (die immer steiler wird) überholten mich die leute massenweise. ruhig bleiben, weiterlaufen als wärs ein training. es ging so gut, bekam nie dicke beine und konnte einen schönen rythmus hochlaufen. erst als es dann steil bergab ging auf der asphaltierten passstrasse lies ich es 'sausen', so auch dann im flach teilstück zurück in die wechselzone. so konnte ich sicher wieder 15 plätze gut machen und wechselte als 20. aufs velo. die ersten 6km gings leicht tal abwärts, sah vor mir eine grosse gruppe. hatte noch etwas mühe, einen effizienten tritt zu finden. dann gings also rechts von der talstrasse weg und nun standen 800 höhenmeter an einem stück vor uns, der col de mente. probierte mein motörchen nicht zu überdrehen, und schon überholten mich wieder zahlreiche fahrer. jaja, die sehe ich dann schon wieder, einfach etwas später. denn ich war genügend überzeugt von meiner momentanen velo-performance, dass ich mir sagte, so viele athleten können sicher nicht schneller fahren als ich über diese 85km. schon im letzten passdrittel konnte ich die ersten 'aufsammeln', auf der nebligen und nassen abfahrt weiter platz um platz gut machen. ab dieser ersten langen abfahrt hatte ich echt 'häschermässige' beine. den col de buret und den unteren teil vom col d'ares konnte ich alles auf der grossen scheibe fahren, dank 29-13 kassette. danach gings ja den gleichen weg zurück, wieder über den col de buret, dann das tälchen hoch richtung col de mente. gleich zu beginn der steigung bekam ich krampfanzeichen in den hinteren oberschenkeln, verdammt! ich war so super drauf, wollte den col de mente voll hinauf-häscheren, hätte voll die krassen beine gehabt. aber so musste ich plötzlich so weiterfahren wie ich bisher war, hatte ich doch leider immer einwenig 'gespart' für den rückweg über den col de mente. naja, auch mit 300watt bergauf gings rangmässig nach vorne. als ich dann ballester (sieger 2004), galinier (2. 2005) und dodet ein- und überholte und gleich stehen lies (auch mit dezimierter leistung) war mir klar, dass weiter vorne nicht mehr viele athleten sein können. auf dem pass wurde mir dann mitgeteilt, platz 4 und 3min rückstand auf rang 3, hinter mir war keiner zu sehen. oh, also auch bergab etwas am gashahn ziehen... . so lag ich beim 2. wechsel mit nur noch 1min rückstand aufs podest auf rang 4 (der 5. athlet knapp 3min hinter mir). hab übrigens die 4. beste radzeit hingelegt,- und das mit 29-13 gekettet! nun folgten noch harte 16km, die sonne brannte schon erbarmungslos. ich orientiere mich aber nach vorne, noch fühlte ich mich gut, die krampfanzeichen waren beim laufen kein thema mehr. auf den ersten 3km gings flott voran, doch dann bei der ersten steigung 'stellte' es mich voll hin. aus die maus, ofen aus! musste kurz gehen... . danach folgten rund 12km, wo ich mich so gerne hingesetzt hätte oder sogar geschlafen hätte. nichts da, weiterkämpfen. so wurde ich gleich zu beginn der zweiten 8km-runde innerhalb eines km von drei althleten überholt. och, mit anhängen war nichts, ich war halb 'tod'. vor mir hat aber einer auf dem letzten km vor dem ziel noch mehr die blaumeisen zwitschern gehört als ich, denn er lag plötzlich nur noch 50m vor mir. es war aber zu spät für einen fight, so rettete er seinen platz und ich meinen 7. rang über die ziellinie. puh, ich war so froh, dass es nun fertig war!

sonntag, siegerehrung:

unsere truppe war schlussendlich sehr erfolgreich. denn mit marco's 9. rang und sebastian's 10. rang waren wir gleich zu dritt vertreten in den top10. richi grämiger erging es leider nicht sehr gut, beendete sein rennen aber trotzdem. nach der siegerehrung und dem anschliessenden essen gingen sebastian und ich früh ins bett (22.45 uhr), da wir am nächsten morgen früh nach hause fahren wollten.

montag, heimreise:

05.15 uhr gings los richtung heimat. in nicht mal 10h reisezeit kamen wir ohne probleme zu hause an. naja, fast. kurz vor toulouse bei der ersten péage-stelle lies sich die seitliche-fahrerscheibe nicht mehr hochfahren. so musste wir mit gewalt und viel klebeband etwas nachhelfen, so dass die klimaanlage ihr guten dienste auch weiterhin erfüllen konnte. dafür mussten wir ab da immer an den péage-stellen ein-und aussteigen, normalerweise kein problem könnte man denken, aber mit dem duathlon du val d'aran in den beinen geht das nicht mehr sehr knusprig..:-)

 

fazit:

ich habe das gefühl, dass ich mein ganzes potential nicht voll zeigen konnte. aber im grossen und ganzen bin ich zufrieden mit der gesamtleistung, wobei mich mein 'einbruch' auf dem 2. lauf mehr als nur wenig wurmt. mir fehlten schlappe 1'11'' für rang 5, das ist mit so einem sch... 2. lauf mehr als ärgerlich eigentlich. aber ich habe nun gesehen, dass ich recht gut mithalten kann in so einem rennen. da der duathlon val d'aran nun definitiv weitergeführt wird im nächsten jahr, so kann ich vielleicht im jahr 2007 meinen 7. rang verbessern...

 

resultate: >>>

 

photo_do (hinreise)

     

 

photo_fr (trainingstag)

 

photo_sa (vorrenntag)

     

 

photo_so (siegerehrung)

   

 

around_renndaten

schuhe: 1.lauf: asics ds trainer ; 2.lauf asics ds trainer
   
radmaterial: laufräder: mavic ksyrium es
   
  übersetzung: 53/39 - 29/13
   
distanz: 9 / 85/ 16km
   
wetter 25-35°C, rad nebel/nieselregen, 2.lauf sonne/heiss

 

SRM_daten

fahrzeit: 2° 50' 18''
   
distanz: 82.8 km
   
avg: 28.0 km/h
   
leistung: 278.7 watt (schnitt)
   
trittfrequenz: 75.0 (schnitt)

alle daten ohne wechselzone (schieben usw.), nur reine fahrdaten auf dem rad!

 

Diagramm I:

2-D Diagramm. Leistungskurve über die ganze Radstrecke.

Diagramm II:

2-D Diagramm. Leistungsverteilung in min über die gesamte Strecke/Fahrzeit.

 

SRM_spezialdaten_col de mente

hinweg: 299.8 watt in 38'10''; 76.7 trittfreq.
   
rückweg 'kurz': 299.4 watt in 31'34''; 74.6 trittfreq. ('echte' passsteigung)
   
rückweg 'lang': 301.5 watt in 46'50''; 77.0 trittfreq. (ab fuss col de buret)

 

   
       
   
         
   
    © 2003 Jonas Baumann
RiesenGrossenDank an LukasBaumann!