 |
|
|
mit schlussoffensive
in die top10
es war wieder ein toller trip in die pyrenäen.
wettkampfmässig liefs mir vorallem im laufen ganz gut, etwas unerwartet
kam ich dafür auf dem rad nicht wie gewünscht auf touren.
trotzdem, der 8. rang stimmt mich zufrieden. leider wurde ich als ausländer
durch die eigentliche aufwertung des anlasses als französische
langdistanzmeisterschaft benachteiligt: kein preisgeldanspruch! sportlich
ein schwachsinn und für uns weit gereisten ausländer ein kleines
ärgernis. die extrem harte strecke und das erlebte bleiben aber
in bester errinnerung!
hinreise, donnerstag:
am mittag gings los richtung frankreich. ich bildete mit sebastian retzlaff
ein fahrgemeinschaft, wie schon damals im 2006. wir kamen flüssig
durch und erreichten um 22.30 uhr unsere unterkunft "la grange"
auf dem col de menté. eine lange reise, aber mir kam es ziemlich
kurzweilig vor und deshalb war ich auch nicht ganz so platt nach der
ankunft wie ich es erwartet hätte.
trainingstag, freitag:
nachdem sebastian und ich beim frühstück zusätzlich die
baguette-scheiben und die konfitüren der 'nachbarn' weg gefuttert
hatten gings los auf eine trainingsfahrt (2h40'). wir fuhren den mittleren
teil der wettkampfstrecke ab, also den col de menté runter, dann
über den col de buret plus die kurze zusatzschlaufe in richtung
col des ares und das ganze wieder zurück. am abend sind wir dann
ins tal runtergefahren und haben uns mit marco burri verabredet für
ein kurzes läufchen (40') auf der 2ten laufstrecke. anschliessend
gings zum pizza essen. den 1. lauf haben wir uns extra NICHT angesehen,
das harte streckenprofil schreckte uns zu sehr davon ab...
vorbereitungstag,
samstag:
wir sind wieder zu einem lockeren ausfährtchen gestartet. dieses
mal gings mit dem rad gleich den menté runter nach st.beat, von
wo wir dann wieder die 900 höhenmeter hochkragselten. ich fühlte
mich sehr gut und bereit für den sonntag. am abend war dann noch
die pastaparty in fos. sebastian und ich wurden sogar kurz als favoriten
auf die bühne geholt, dies trotz dem recht stark besetzten feld.
schliesslich waren ganze 50 athleten gemeldet, welche eine französische
elite-lizenz besitzen. so zb die belgier vansteelant, aernouts und wostenborghs,
dann die franzosen mit aldebert, capoferri, leduey, valenti usw... .
naja, mein hoch gestecktes ziel blieb trotzdem die top10! schliesslich
ist das ein ganz hartes und spezielles rennen, wo manch schneller athlet
schon die segel streichen musste wegen einer falschen renntaktik (so
dann schlussendlich auch geschehen). sogesehen war ich natürlich
motiviert und war erstaunt, wie mancher topathlet nicht wirklich gut
vorbereitet nach val d'aran kam. zb joerie vansteelant gesellte sich
beim pasta essen zu uns und aus dem gespräch kam hervor, dass wohl
nicht alle ins ziel kommen werden oder wollen. etwas erstaunt nahm ich
diese bemerkung auf, ich wollte aber sicher bis ins ziel kommen und
kämpfen bis zum finish. beim briefing kamen dann noch zwei sachen
hervor, welche mich (und alle ausländer..) wütend machten:
da ich keine französische clublizenz besass
musste ich in der kategorie OPEN starten. ist ja weiter nicht schlimm
- dachte ich. zuerst kam beim briefing dann heraus, dass es startblöcke
geben wird. zuerst die elite, masters, age-groupers und erst am schluss
die open-kategorie. am start waren immerhin 450 athleten, also nicht
gerade günstig, zuhinterst einzustehen und in die top10 wollen...
. nach ein paar diskussionen haben die französischen offiziellen
dann etwas eingelenkt und zehn ausserwählte open-athleten (sozusagen
die ausländischen elite-athleten..) in die startbox der elite gesetzt.
dies war dann geklärt. doch als open-athlet war ich nicht preisgeld
berechtigt! nur die elite-lizenzierten athleten konnten preisgeld einsacken.
absolut unverständlich, denn in allen sonstigen europäischen
ländern bei deren nationalen meisterschaften werden die preisgelder
overall ausgeschüttet. wie zb beim intervall in zofingen. der franzose
leduey wurde overall 2ter und hat dafür auch sein preisgeld gekriegt,
ist sportlich ja auch fair! wir konnten diskutieren (danke an dieser
stelle für den viel besser französisch redenden retzlaff für
seinen einsatz!;-)), wir/er konnten da leider nichts bewegen:-(
renntag, sonntag:
wettermässig war es ungwiss vorhergesagt. sonnig bis hin zu leichtem
regen. ich montierte nun doch nicht die carbonräder aus sicherheitsgründen
wegen den langen abfahrten. beim start konnte ich mich nun wie oben
erwähnt gleich hinter den 50zig elite-athleten einreihen. ich lief
verhalten an, die ersten 5km gingen nur bergauf. ich schaute nur auf
mich und wollte ja keine dicke beine kassieren. dafür drehte ich
dann in den bergab-passagen auf und lies es 'laufen'. so konnte ich
wieder viele plätze gut machen und wechselte ca. an 25-30. stelle.
schon mal ganz zufrieden schnappte ich mir meine vielen gels und mein
rad. die ersten 8km gingen ganz leicht talabwärts und anschliessend
die 800 höhenmeter hoch auf den col de menté, ich versuchte
einen guten rythmus zu finden, wartete aber vergebens auf meine 'velo-beine'.
dabei brausten leduey (später 5ter), manesterio (ESP, 7ter) und
urizar (ESP, 4ter) an mir vorbei. ich wollte jeweils mitgehen, konnte
aber nicht und kurbelte dürftig vor mich hin. es war ein krampf,
der erste anstieg. die ersten, viele von ihnen wohl zu schnell angegangen,
elite-athleten kamen uns entgegen und haben das rennen bereits verlassen.
nur weiter kurbeln und warten bis die beine 'kommen'... . auf der abfahrt
konnte ich dann drei athleten aufholen, welche ein gutes tempo fuhren.
mit ihrem rythmus gings dann immer besser, endlich fühlte ich mich
wieder besser auf dem velo. auf dem rückweg kam dann von hinten
retzlaff angefahren. gleich zu beginn des col de mentés zerbrach
unsere gruppe, ich verlor als hinterster immer mehr an boden. dann kam
die wende etwa in der hälfe vom menté. urplötzlich
hatte ich ordentlich druck auf den pedalen, konnte einer nach dem anderen
ein- und überholen. davon auch ein paar bekannte jungs (zb aernouts),
welche nun auf dem rückweg für ihr anfänglich forsches
tempo büssen mussten. auf dem menté angekommen waren retzlaff
und ich wieder zusammen und konnten bis zur wechselzone den älteren
urizar einholen. an 8ter stelle gings dann los auf den 2. lauf. schon
vom ersten meter an fühlte ich mich wohl. retzlaff und der ältere
urizar konnte ich schnell abhängen. nach einer flotten ersten 5km-runde
konnte ich dann auch mein vordermann manesterio sehen. rund 1.5min waren
wohl zuviel rückstand für die letzten 5km. ich drosselte mein
tempo und wollte meinen 8ten rang sicher nach hause laufen und ja nicht
explodieren. dies gelang mir dann auch super und war im ziel happy mit
dem 8ten schlussrang. bei der dopingkontrolle hatte ich 'glück'
mit meinem rang, denn wie schon 2006 musste retzlaff als 9ter etwas
wasser lassen. das war eh bemerkenswert. zur dopingkontrolle mussten
die ränge 1, 3, 6, 9, 12 und 15. nicht wenige, gut so! nun war
ich also in den top15, welche preisgeld berechtigt wären. am schluss
waren nicht weniger als fünf open-athleten overall in den top10.
am abend durfte ich so nicht etwa meine sportlich erkämpften 200euro
in empfang nehmen, nein, zwei pokale und zwei medaillen war die ausbeute:-(
immerhin gabs dann noch einen schönen abend und ein weiteres kopfschütteln
beim pasta essen von leduey, der uns nur zu gut verstehen konnte, er
kriegte damals schliesslich ja sein preisgeld mit seinem 2. platz bei
der sm am intervall...
heimreise, sonntag:
aufstehen um 05.00 uhr, abfahrt um 06.00 uhr. drei mal volltanken plus
die autobahnzahlstellen leerten uns das portemonnaie noch mehr. ohne
stau, ohne probleme, ankunft zuhause in muhen nach 1100km um 16.00 uhr.
fazit:
die reise war es wiederum wert. die unglaublich
harte rennstrecke (vorallem 1. lauf und velo..) und die pyrenäen-region
hat was ganz spezielles. hier zählt nicht ein 3min/km-schnitt im
laufen, sondern andere fähigkeiten sind gefragt. hier haben athleten
wie ich (eher ausdauernd als schnell) bessere chancen, ihre fähigkeiten
aufzuzeigen. mit dem 8. rang bin ich absolut zufrieden bei diesem starterfeld,
leider bin ich immer noch etwas enttäuscht von meiner durchwachsenen
radleistung. ich werde wieder nach val d'aran gehen, das ist schon sicher,
dann vielleicht noch mit einer franz. clublizenz, schliesslich sind
deren langdistanz-meisterschaften im 2009 wieder im val d'aran...
resultate: >>>
rennphotos_jb
around_renndaten
| schuhe: |
1.lauf und 2. lauf: etonic
tayu |
| |
|
| radmaterial: |
laufräder: campi eurus |
| |
|
| |
übersetzung: 53/39 - 29/13 |
| |
|
| distanz: |
12.5-82-10 km, rad und laufen bergig |
| |
|
| wetter |
24°C, anfangs sonnig, am schluss start
bewölkt |
|
|
|
 |