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nach dem tollen 6. rang vom vorjahr
wollte ich unbedingt in die top10. der 1. lauf gelang mir sehr gut,
erwischte gleich eine gute radgruppe. am anfang war ich geduldig, beteiligte
mich aber auch an der tempoarbeit. in der dritten runde sprengte es
die gruppe,- ich konnte aber immer noch mit den besten mithalten. leider
zwangen mich magenprobleme beim 2. lauf zur temporeduktion,- gegen ende
war dann sogar nur noch das finishen das ziel. es war für mich
eine riesen enttäuschung, in so einer aussichtsreicher position
zum finisher zu werden!
pre-race:
mein letztjähriges abschneiden war dafür verantwortlich, dass
ich schon während der woche vom wettkamfp eigentlich jeden tag
einen termin hatte, der mit dem powerman in irgend einer weise zu tun
hatte. das setzte natürlich nicht nur meine erwartungen hoch an,
sondern auch die von anderen. als ich die startnummer 6 auf der bühne
am freitag bekam, wurde mir schon klar, dass ich nun sicher nicht mehr
ein 'greenhorn' wie im letzten jahr sein werde. aber ich konnte super
trainieren, fühlte mich im laufen und vorallem auf dem rad in bestechender
form. daher rechnete ich mir schon einiges aus, aber eben, am renntag
kann vieles passieren...
1. lauf:
ich glaube, alle waren gespannt auf benny vansteelant's taktik. läuft
er langsam an, oder doch wieder schnell? schliesslich hat das schon
auch einen kleinen einfluss, wie auf meinem leistungniveau angelaufen
wird. es ging dann zwar flott los, aber ich konnte schon mal gut den
anderen folgen. nach der ersten laufrunde gab es gleich ein gute gruppe,
mit duchène und nielsen waren zwei top-anwärter fürs
podium in unmittelbarer nähe von mir. ich war zufrieden und folgte
denen mal. beim zweiten mal den rebberg hoch hat dann duchène
etwas gas gegeben. ich musste aufpassen, um nicht 'dicke beine' zu kassieren
und verlor bis zum höchsten punkt vielleicht so 20-30m, konnte
die dann aber in den abwärtspassagen schnell einmal wieder wettmachen.
alles in allem war dies ein schneller vorlauf (für mich: 30sec
schneller als letztes jahr und ca. 1.5min schnelles als noch vor zwei
jahren..), aber ich war keineswegs voll am anschlag gelaufen. ich war
sehr zufrieden bis zum wechsel, konnte ich doch bei den leuten mitlaufen,
bei denen ich unbedingt auch auf dem rad sein wollte.
rad:
zu beginn versuchte ich, möglichst entspannt loszufahren und etwas
zu warten, bis sich die gruppe 'formiert' hatte. auf keinen fall wollte
ich schon richtig gas geben und alleine die erste oder zweite runde
fahren. im anstieg zum bodenberg waren wir so ca. 12 mann zusammen,
u.a. mit duchène, nielsen, dellsperger, luki, widmer. es fiel
mir ziemlich leicht und es rollte auch extrem schnell, die 1. runde
war nach 1°20' absolviert, gefühlsmässig bin ich aber
fast wie im training gefahren. die rundenzeit hat mich kurz 'stutzig'
gemacht, im positiven sinne natürlich:-) mittlerweile konnten wir
zu josh beck auffahren, vorne weit weg fuhren maris und vansteelant
ihr eigenes rennen. dahinter war senn noch alleine unterwegs, ehe wir
ihn bei km 80 schluckten. in runde 2 war die gruppenordnung gut ersichtlich.
vorne an der 'arbeit' waren hauptsächlich dellsperger, beck, nielsen
und ich verantwortlich für ein gutes tempo, während die anderen
nicht wollten oder konnten. bei duchène wusste ich nie so recht,
aber der hat eher das tempo verschleppt als was dafür beigetragen.
die zweite runde war dann mit wiederum 1°20' sehr schnell, was mir
aber immer noch nicht wirklich so vorkam. leider bekundete ich schon
ab ende der 1. radrunde mühe mit der nahrungsaufnahme. in der 2.
runde musste ich mich sogar 2x kurz übergeben. auf dem rad war
der magen aber nie wirklich leistungshindernd, so gings noch mit der
grossen gruppe auf die dritte runde. ich war gespannt, ob jemand einen
'ausreissversuch' starten würde oder wer plötzlich den anschluss
verlieren würde. das richenthal hoch hatte ich dann leichte krampfanzeichen
auf der innenseite vom linken oberschenkel. so gings mit einem mulmigen
gefühl richtung bodenberg. dort kam ich aber dann trotzdem relativ
gut hoch und verlor den anschluss nicht. zu oberst angekommen, waren
wir dann aber nur noch zu sechst (dellsperger, beck, duchène,
helin, nielsen und ich). so drückten wir schon in der abfahrt aufs
tempo, um den anderen keine chance für den wiederanschluss zu gewähren.
das tempo war immer noch ordentlich hoch bis zur wechselzone (3. radrunde
in 1°22'). in strengelbach bekam dann helin noch eine stop-and-go
strafe, da er sein bidon weggeworfen hat. so wechselten wir zu fünft
mehr oder weniger gemeinsam auf den 2. lauf. das war eine hervorragende
ausgangslage, noch war ich sehr zuversichtlich!
2. lauf:
in der wechselzone probierte ich dann wieder etwas energiegetränk
zu mir zu nehmen, was nur mit mühe möglich war. ohne energie
hätte ich es ja sicher nicht bis ins ziel geschafft. aber ich spürte
schon auf den ersten metern, dass der magen nun im laufen (im gegensatz
zum rad) ein grosses handicap war. bis auf den heiteren gings noch irgendwie...
. bei km 7.5 lag ich noch an 9. stelle, aber das war schnell 'geschichte'.
nach der 1. laufrunde, zurück im stadion, lag ich nur noch an 12ter
stelle und musste einsehen, dass ich heute keine chance mehr hatte für
einen anständigen 2. lauf. so wurde ich nur noch 'durchgereicht'
und kann von mir nun im nachhinein nicht behaupten, dass ich für
jeden rang noch gekämpft hatte. während dem rennen war es
mir sogar egal, ob nun der 15. rang oder der schlussendliche 21. rang
resultieren sollte. jetzt, ein paar tage später, bin ich mir einwenig
reuig, dass ich nicht noch das maximale (vielleicht top15) aus meiner
minimalen leistung im 2. lauf aus mir herausgequetscht hatte. durch
den ausfall von vansteelant und die einbrüche von beck und smith
wäre meine ausgangslage super gewesen, sogar für einen 6ten
oder 7ten platz,- bei einem guten 2. lauf. ganz vorne wurden sehr schnelle
zeiten gelaufen, aber ab rang 7 waren sie langsamer als im letzten jahr.
aber eben, das wohl perfekte rennen (bis zum 2. wechsel) endete ziemlich
enttäuschend für mich und musste halt einsehen, dass an diesem
tag 20 athleten nun halt einfach schneller im ziel waren als ich:-(
fazit:
meine erwartungen waren hoch. die enttäuschung war während
dem rennen somit umso grösser, nach einem fast perfekten rennen
auf dem 2. lauf meine beste leistung nicht abrufen zu können. der
aufgabe stand ich nie nahe, das finishen war für mich eine ehrensache.
schon nur wegen den vielen fans und zuschauern an der strecke, die den
ganzen tag mitgefiebert hatten und vielleicht am schluss auch einwenig
mitgelitten:-) ein grosses dankeschön für eure unterstützung
und für die vielen aufstellenden zurufe, merci! dann auch besten
dank an luca und eli, welche mich verpflegt hatten auf dem rad und beim
laufen. das finishen hat nun aber auch seine schattenseiten, die beine
schmerzen auch drei tage danach extrem! die erste enttäuschung
ist mittlerweile schon vorbei, die motivation fürs nächste
jahr dafür super gross. wenn ich die positiven aspekte aus diesem
rennen nehme, so kann ich aus dem guten 1. lauf und der schnellen radzeit
viel gutes gewinnen. ich weiss, dass ich bereit gewesen wäre für
eine top leistung, leider hats nicht ganz hingehauen bis ins ziel. ich
muss nun aus meinen fehlern (vielleicht einfach falsche ernährung?)
lernen und mich fürs nächste jahr auch in dieser sparte verbessern
und dann packe ich sicherlich wieder die top10! noch habe ich ein paar
jahre vor mir im duathlonsport, somit ist noch nix verloren und das
leben geht weiter:-)
resultate: >>>
material_jb
rennphotos_div
around_renndaten
| schuhe: |
1.lauf: asics ds trainer ;
2.lauf asics ds trainer |
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| radmaterial: |
laufräder: VR campi boras, HR zipp
scheibenrad |
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übersetzung: 53/39 - 25/12 |
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| distanz: |
10-150-30km, alles coupiert |
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| wetter |
26°C, zuerst bewölkt, dann sonnig |
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