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uphill-rides04 >>>

 

intro:

in dieser rubrik werde ich alle meine kommenden pässefahrten etwas genauer aufzeigen. meine lieblingstrainings finden oft in den bergen statt. immer dort wo's lange hinaufgeht und dementsprechend auch hinab. manchmal gemütlich, aber ich werde auch ein paar mal ganz nach dem motto 'fahr so schnell du kannst' die pässe überqueren. garniert mit bildern und velocomputer-daten findest du hier meine härtesten gegner: ch-er pässe!

 

02.06. 2x ibergeregg / sattelegg

der sustenpass hatte leider noch geschlossen, somit entschieden sebastian retzlaff und ich, einwenig in der innerschweiz zu fahren. die ibergeregg lockte da natürlich mit einem schönen aufstieg und einer tollen abfahrt, beides auf der seite von schwyz. so sind wir dann zuerst, kommend von arth, die ibergeregg hochgefahren (ca. 900 höhenmeter). anschliessend gings kurz runter an den sihlsee, respektive dem see entlang. als abstecher kurbelten wir dann relativ gemütlich die sattelegg hoch. oben angekommen, 180°-drehung und dasselbe wieder zurück. denn wer die abfahrt der ibergeregg kennt nach schwyz, der fährt gerne kurz die steigung von oberiberg wieder hoch auf die 1400 müM. nach der kurvenreichen abfahrt führte uns der rückweg um den lauerzersee herum. rund 3km vor dem auto stoppte mich dann noch ein hinterradfladen. naja, solls halt geben. war trotzdem schön, auch dem deutschen hats gefallen, oder sebastian?! :-)

daten: 4°07' ; 98.86 km ; 24.10 km/h tempo: 'gemütlich'

photos:

 

21.06. furka / nufenen / tremola

tolles wetter, tolle pässe. was will man mehr an einem schönen sommertag unter der woche. retzlaff und ich entschieden uns für den klassiker einer pässetour mit dem ausgangsort andermatt. zuerst gings also die furka hoch. in 54min waren wir oben, etwas schneller dann wieder unten in ullrichen. die temperaturen waren auszuhalten, da der wind 'schön' blies. mit leichtem rückenwind gings dann in die steigung des nufenen. meiner meinung nach einen der härteren pässe. vorallem obenaus 'zieht' er so richtig. doch die beine kurbelten recht anständig und so war dann auch der nufenenpass fast auf die sekunde genau nach einer stunde geschafft. für sebi gabs dann oben dann noch etwas zum naschen: ein belgisches kägi-fred. hat ja lange genug darauf warten müssen :-) sorry, insiderwitz! nachher gings jenseits der 80iger tempomarke hinunter richtung airolo. leider hatte retzlaff noch einen schleichenden reifen zu beklagen. nach der reperatur gings weiter mit der tollen tremola,- meinem lieblingspass. den photos wegen war zwar das tempo nicht mehr sehr konstant, aber auch den bezwangen wir noch anständig. die tour hat mich schon sehr 'gluschtig' gemacht auf mehr pässe in nächster zeit. also, bis zu einem weiteren uphill-ride. der kommt ziemlich bald...

daten: 4°26' ; 104.64 km ; 23.74 km/h tempo: normal, teilweise zügig

photos:

 

28.06. susten / grimsel / furka

in wasen gings erst um 14.45 uhr los, da ich am morgen noch arbeiten musste. aber bei diesen sommerlichen temperaturen war ein abendliche fahrt über die pässe ja schon planbar. ja, zuerst kletterten wir den susten hoch, sogar sebastian konnte endlich mal sagen: "doch, der fährt sich jetzt angenehm". der aufstieg noch an der prallen sonne, doch schon bei der abfahrt richtung innertkirchen konnte man die ersten regentropfen spüren. während dem langen aufstieg auf den grimsel hielt das wetter. gut, halt immer wieder regentropfen, aber zum glück nicht mehr. der strassenverkehr nahm ab der grimselpasshöhe fast minütlich ab. so kämpften wir uns also beinahe alleine den recht unangenehmen furka hinauf. unten nach gletsch noch angenehm, zieht die strasse unterhalb von hotel belvedere richtig an. tempis von 10km/h waren so dann doch noch zu sehen. kurz vor dem kulminationspunkt konnten wir die letzten sonnenstrahlen des tages aufsaugen. die abfahrt zurück nach wasen war temperaturmässig immer noch supergut, obwohl wir erst um 19.30 uhr die passhöhe des furkas hinter uns liesen. das geilste war aber, die strassen waren beinahe leer, so mussten wir nicht einmal bremsen wegen einem auto, während den ganzen 1600 höhenmeter die es in richtung tal ging.

daten: 5°03' ; 119.23 km ; 23.71 km/h tempo: normal, furka zügig

photos:

 

09.07. glaubenbielen / glaubenberg

diese runde wollte ich schon immer mal machen von zuhause aus. nun war es soweit. alleine gings richtung entlebuch und dann zuerst hinauf nach sörenberg. fuhr seit beginn immer zügig, so war ich dann auch schon nach 2°10' im wintersportort. der aufstieg auf den glaubenbielen (1611 müm) war dann nur noch kurz mit 35min. danach warf ich mich in eine der schönsten abfahrten. mit 1200 höhenmetern und der kurvenreichen strasse machte das super spass. unten in giswil fuhr ich dann auf der wilen-seite dem sarnensee entlang. jetzt folgte das härteste teilstück. der glaubenberg ist von der sarnenseite her relativ steil, das schon von anfang her. meine beine waren aber noch hervorragend drauf und so passierte ich die passhöhe (1549 müm) nach den 1100 höhenmeter hinauf nach 55min. anschliessend stand fast nichts mehr -aussert die 'lästige' gegensteigung vor finsterwald- im wege bis nach hause. ehrlich gesagt war ich selber etwas überrascht über meinen körperlichen zustand am schluss über eine solche distanz. die beine kurbelten wie von selbst, der kopf war noch 'voll da' und auch der haushügel zwischen reiden und bottenwil stellte mir kein bein mehr. super, auch der 'gute' trainingsschnitt von fast 29km/h über die ca. 2600 höhenmeter widerspiegelten meinen momentanen formzustand. kann weitergehen so...

daten: 5°48' ; 166.8 km ; 28.89 km/h tempo: alles zügig

photos: leider keine, war auch solo unterwegs

 

23.07. glaubenbielen / glaubenberg

das ich heute über den glaubenbielen und den glaubenberg gefahren bin, kam eher spontan. am morgen stand ich mit einer 'krampfgefährdeten' linken wade vor dem bett, wahrscheinlich hergestellt vom lauftraining vom vortag. na, wenn das mal gut geht. ich startete aber trotzdem mal in richtung entlebuch (ohne absicht, über die zwei pässe zu fahren). am anfang kam ich nicht so in schwung, doch umso länger ich auf dem rad sass, desto besser konnte ich kurbeln. so sollte es doch auf jeden fall mal auf den glaubenbielen reichen. oben angekommen 'gluschtete' mich die abfahrt so sehr, dass ich einfach rübergefahren bin. der aufstieg auf den glaubenberg konnte ich mit einer konstanten pace absolvieren. wahrscheinlich holte ich mir dann auf dem naturstrassen-abschnitt auf der passhöhe einen schleichenden hinterradreifen. daher musste ich die abfahrt vorsichtig angehen. der luftdruck sank aber dann ab einem minimalen level (ca. 4.5bar) nicht mehr. so konnte ich bis nach hause fahren, ohne den schlauch zu wechseln. dafür ging mir dann bei dagmarsellen (25min von zuhause weg) meine eigene, körperliche puste einwenig aus. gut, konnte noch 'normal' die fahrt zu ende fahren, aber war dann schon müde. aber immerhin, fast 6h hätte ich mir nach der tagwache nicht zugetraut :-)

daten: 5°48' ; 168.15 km ; 29.12 km/h tempo: alles zügig

photos: leider keine, war auch solo unterwegs

 

05.08. schallenberg / fritzenfluh

heute gings also wieder mal das entlebuch hoch, doch anstatt richtung sörenberg hoch zu fahren, zogen wir weiter in richtung emmental. mit luki und alain fuhr ich bei herrlichem wetter den schallenberg (nähe thun) hoch. ist wirklich eher ein kurzer berg und nicht ein pass. mit seinen ca. 1150 müm reichts ihm aber trotzdem in mein uphill-ride tagebuch... . danach gings via summiswald über die fritzenfluh, auch relativ harmlos. das merkt man auch dem schnitt an. denn die berge sind nicht sehr lange und steil. es geht eher das tälchen rauf und danach wieder runter. so musste luki und ich kurz vor zuhause noch eine ehrenrunde drehen, um die angepeilten 5.5h zu erreichen. am ende reichte es sogar für die ironman-distanz von 180km.

daten: 5°37' ; 180.25 km ; 32.24 km/h tempo: normal, teilweise zügig

photos:

 

22.09. furka / grimsel / furka / oberalp

der wetterbericht war gut, am anfang sahs auch noch live vor ort gut aus. zumindest in andermatt schien die sonne, doch der blick über den gotthard verriet nichts gutes, dicke wolken. mein plan wäre eigentlich gewesen, die furka/nufenen/tremola-runde zu machen. so gings also los, den furka hoch. die ersten 45min wars mehr ein krampf als schönes pässefahren. danach liefs aber recht anständig. jedoch war das wetter plötzlich nicht mehr sehr angenehm. eine dicke wolkendecke und der wind machten die fahrt über 2000müm ungemütlich. ich entschied mich, auch in anbedacht an meine sinkende 'radform', meine runde zu ändern/verkürzen, denn südlich von andermatt (also auch am nufenen und an der tremola) wars verhangen. so fuhr ich nach dem furka den grimsel hoch. oben angekommen sah ich blauen himmel und sonnenschein, nur leider 20km nördlich vom pass... . angezogen war ich recht gut, doch in den abfahrten zogs an allen ecken und nähten rein. naja, es gab ja sogar 'freaks' (für mich spinner...), die kurz-kurz gefahren sind auf fast 2500müm. wahnsinn, den vogel hat dann aber bei der zweiten furkaüberquerung eine dame abgeschossen, indem sie mit tritop und ganz kurzen hosen raufgekurbelt ist. den anderen pol markierte ich wohl, mit langen handschuhe und winterhosen! jedem das seine :-) zurück in andermatt fuhr ich noch den oberalp hoch. dort merkte ich dann, das ich wohl doch nicht mehr ganz 'im schuss' bin, aber oben bin ich dann trotzdem noch angekommen.

daten: 4°05' ; 95.82 km ; 23.71 km/h tempo: normal

photos:

 

18.10. susten / grimsel / furka

es ist oktober. nebel ohne ende im flachland. wenn man die schnauze voll hat, sich den ar... hier unten abzufrieren, dann sollte man sich ein auto schnappen, räder rein und ab in die berge. so wie elias und ich. schon in wassen schien die sonne. je höher wir raufkurbelten, desto wärmer wurde es. kaum vorstellbar, aber wahr. es war ein traum, bis zum ende hatten wir stahlblauen himmel und kein aufstieg war im schatten zu fahren. erst am grimsel wurden wir wieder daran errinnert, dass es auf den bergen schon mal geschneit hat. die schnee bezuckerten berge gaben eine traumhafte bergkulisse. die strassen wurden allerdings schon wintergerecht eingerichtet, die leitschienen und überflüssige verkehrsschilder waren schon abmontiert, hohe stangen für die winterräumung gesetzt. wir waren nicht gerade 'schnell' unterwegs, so konnte ich die warmen sonnenstrahlen aufsaugen und die fahrt total geniessen. die abfahrten waren natürlich auch der hammer, den kein verkehr bedeutet auch, freie fahrt durch alle serpentinen. somit vollgas und sich 'in den rausch' fahren. das tüpflein auf dem i kommt nach der passage vom furka. ab hier gehts nur noch runter, ca 1600 höhenmeter, bis zum ausgangsort in wassen, wahnsinn. nach 5.20h kamen wir zum auto zurück, 0.5h später waren wir schon wieder in der suppe... . verdammt, wieviele ferientage hab ich noch? :-)

daten: 5°20' ; 120.11 km ; 22.70km/h tempo: normal

photos:

 

25.10. furka / grimsel / susten / schöllenen

tolles wetter sollte es geben in den bergen. als wir in andermatt ankamen, war leider nichts zu sehen davon. wir erschraken aber recht heftig, als wir unsere autotüren öffneten. brrr, kalt und ein heftiger wind blies uns um die ohren. na gut, jetzt sind wir halt da und packten uns warm ein. zuerst wollten elias und ich die route furka-nufenen-tremola machen, doch bei meinem 'partner' kurbelten die beine nicht wie gewünscht. in gletsch nach der abfahrt vom furka ins wallis trennten sich dann unsere wege für ein paar stunden. er fuhr zurück und machte dann den oberalp und den gotthard unsicher, während ich mich für eine 'kurskorrektur' entschied und über den grimsel fuhr. also genau die umgekehrte richtung von der fahrt am 18.10., diese habe ich nämlich erst 1x gemacht, mit luki vielleicht vor drei jahren. der grimsel war schnell bewältigt, aber der susten war dann schon ein längerer, zäher pass. im obersten teil sieht dafür die berg- und gletscherwelt super aus, einmalig. gut, danach gings in eine recht schnelle abfahrt mit wenigen 'langsamen' kurven. ich achtete mich mal auf die zeit, während der ich um die 70km/h fuhr. über 6min lang musste ich die bremse mehr oder weniger nie benutzen und konnte immer um die 70ig herunterbrausen, tolle sache. das geht dafür auf den nacken und die arme, wegen der aerodynamischen position (kopf am lenker). nachher kam dann noch das zückerchen (oder manchmal halt eher nicht...). von wassen gings nochmals rund 550 höhenmeter rauf nach andermatt, mit ziemlichem gegenwind (föhn). brachte manchmal fast keine 10 auf den tacho. war dann froh, als ich oben im dörfchen die konditorei überfallen konnte! trotz des wetters wars eine super pässefahrt, schon nur wegen der frischen bergluft und der fahrt fast ohne verkehr (berg-hospizen geschlossen).

daten: 5°15' ; 119.23 km ; 22.82km/h tempo: normal, teilweise zügig

photos:

 

27.10. furka / nufenen / tremola

luki ist wieder zurück auf dem rad. zwar noch mit wenigen kilometern in den letzten wochen, aber er wollte doch auch noch mal in die berge, mich braucht man dafür ja nicht lange zu fragen...:-) so starteten wir in andermatt. bei prachtswetter und einem 'schönem' föhn (südwind) fuhren wir zuerst über die furka. stahlblauer himmel, angenehme temperaturen auf dem pass, das mache mächtig laune. nach der abfahrt ins wallis gings dann den nufenen hoch. ein zäher kerl, aber auch den kurbelten wir ab. die abfahrt ins tessin richtung airolo war dann recht schnell. ich finde das zwar die unangenehmste abfahrt im alpenraum, da die strasse aus betonplatten gemacht ist und immer diese fugen/kanten hat. jenseits der 75km/h grenze soundet das recht beängstigend: "badam, badam, badam...". dass das material, im speziellen die gabel, diese belastungen aushält, ich finds toll (ansonsten ginge es ja ab in die prärie :-))! am schluss stand noch die tremola mit dem pavé als 'hindernis' vor uns. eigentlich hat sie schon wintersperre, doch wir wussten ja, dass kein schnee oder eis die strasse schon unfahrbar gemacht hat. so schlüpften wir unter der barriere durch und konnten so verkehrsfrei den pass hinaufkurbeln. auch wenn luki noch ganz leise die blaumeisen von weitem zwitschern gehört hat, kamen wir oben gut an. föhn = rückwind den gotthard runter. der schnitt vom pass bis nach hospental war knapp 70km/h (spitze 89km/h), so spuckte es luki srm-gerät aus. der ohrendruck bestätigte das dann auch noch, dass es eine sauschnelle abfahrt war. zusatzinfo für interessierte: leistungsschnitt war 193 watt. so, mit einem cola und nussgipfel in 'russi-town' verabschiedeten wir uns vom pässejahr 2005! oder etwa doch nicht? mal schauen...

daten: 4°30' ; 103.09km ; 23.06km/h tempo: herbstlich normal

photos:

 

   
       
   
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    © 2003 Jonas Baumann
RiesenGrossenDank an LukasBaumann!